Kundgebung am 21. Januar 2020 Rathaus Neukölln

Die Initiative Hermannplatz ruft auf zu einer KUNDGEBUNG

Am 21.01.2020
Um 16 Uhr
Vor dem Rathaus Neukölln

Kommt zu unserer Kundgebung am 21.1.2020. An diesem Tag findet der Neuköllner Stadtentwicklungsausschuss statt, wo die CDU ihren Antrag „Neukölln unterstützt das Neubauvorhaben von Karstadt am Hermannplatz“ vorstellen und damit etwas wieder aufwärmen will, was schon längst abgelehnt worden ist. Wir denken da haben wir als Bewohner*innen ein Wörtchen mitzureden!

Kundgebung
Kundgebung der Initiative Hermannplatz am Rathaus Neukölln

Denn dieser Vorstoß ist ein Skandal: Die CDU vertritt lediglich die Interessen des Immobilienkonzerns Signa, der aus Profitgier das Karstadt-Gebäude am Hermannplatz abreißen und einen gigantischen Beton-Neubau errichten will! Sollte die SPD diesen Antrag unterstützen, dann geht sie damit ein Mitte-Rechts-Bündnis mit der CDU und der AfD ein und setzt damit ein fatales Signal gegen die Menschen im Kiez und für Immobilienspekulation, Verdrängung und Rassismus!

Die CDU handelt über die Köpfe der Bewohner*innen hinweg, die seit Mitte 2019 lautstark ihren Protest kundtun. Rund 1.000 Unterschriften hat die Initiative Hermannplatz bisher schon gegen das Großprojekt gesammelt und es werden von Tag zu Tag mehr!

Wir – eine unabhängige Initiative von Anwohner*innen aus Neukölln und Kreuzberg – wollen mit euch vor dem Rathaus Neukölln kundtun:

Wir wollen keinen gigantischen Konsumtempel von einem Investor, der illegal an die extrem rechte FPÖ gespendet haben soll!
Wir wollen keine fünf bis zehn Jahre Großbaustelle am Hermannplatz!
Wir wollen keinen verschwenderischen Abriss!
Wir wollen kein Prestige-Projekt, das Immobilienspekulation, Tourismus und somit die Verdrängung von Mieter*innen und Gewerbetreibenden anheizt!
Wir wollen keine Politik, die den Interessen milliardenschwerer Investoren folgt und unsere Belange ignoriert!

Wir wollen eine Stadt für alle, wir wollen bleiben, wir wollen Klimagerechtigkeit! Wir sind laut und wir sind sichtbar.
Bringt Töpfe, Glocken, Pfeifen mit! Bringt Lichter, Leuchten, Lampen mit! Bringt Transpis, Schilder, Gebasteltes mit, damit wir zusammen zeigen: Neukölln unterstützt dieses absurde Projekt nicht.

Initiative Hermannplatz
Initiative Hermannplatz/
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CDU Neukölln macht Lobbyarbeit für Immobilienkonzern SIGNA

Die Pläne des Immobilienkozern Signa zum Karstadt-Umbau am Hermannplatz in Neukölln sind zwar erstmal vom zuständigen Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg abgelehnt worden. Aber Signa betreibt weiter seine Lobbyarbeit hinter den Kulissen und mobilisiert seine Kumpane in den Medien und der Politik. Die Neuköllner CDU ist da mit dabei und möchte in der Bezirksverordnetenversammlung einen Beschluss zur Unterstützung des Bauvorhabens von Signa erwirken. Die Initiative Hermannplatz informiert in einer neue Pressemitteilung:

Taktisches Manöver der Neuköllner CDU und ein Mitte-Rechts-Bündnis für Signa
Kundgebung der Initiative Hermannplatz am 21.1.2020

Pressemitteilung Nr. 05 am 10.1.2020

Die Diskussion um die Planungen des Immobilienkonzerns Signas, der das Karstadt-Gebäude am Neuköllner Hermannplatz abreißen und einen monumentalen Beton-Neubau errichten möchte, ist fachlich und formal vom Tisch. Dennoch wird versucht, die Diskussion künstlich am Laufen zu halten, um die öffentliche Meinung zu manipulieren – von Signa selbst durch die Imagekampagne „Dialog Hermannplatz“ sowie von der Neuköllner SPD und CDU. Die Unternehmensberatung Joschka Fischer & Company spielt dabei eine wesentliche Rolle, sorgt sie doch für den Einfluss Signas in den politischen Hinterzimmern und somit dafür, dass das Thema immer wieder in unterschiedlichen politischen Zusammenhängen aufgewärmt wird. So nun aktuell in einem Antrag der Neuköllner CDU, der ein skandalöses politisches Signal aus Neukölln sendet. Mit ihm steuern wir auf ein mitte-rechts Bündnis zwischen CDU, SPD und der AfD zu, das sich gegen die Menschen aus dem Kiez wendet.

Mit ihrem Antrag „Neukölln unterstützt das Neubauvorhaben von Karstadt am Hermannplatz!“ will die Neuköllner CDU nun einen entsprechenden Beschluss in der Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung (BVV) erwirken. Auf der fachlichen, stadtplanerischen Ebene ist dieser unverbindlich. Und er hat für die politischen Sachlage keinerlei konkrete Konsequenzen. Neukölln ist nicht planungsbefugt, ein BVV-Beschluss hat somit eine rein symbolische und strategische Funktion. Die CDU zielt offensichtlich darauf ab, die offiziell abgelehnten Pläne von Signa auf Neuköllner Seite politisch zu unterstützen und somit über die Köpfe der betroffenen und aktiven Zivilgesellschaft im Bezirk hinweg einen taktischen Beschluss zu fassen.

„Die CDU meint, über unsere Köpfe hinweg beschließen zu können, dass ‚Neukölln’ das Bauvorhaben von Signa unterstützt. Sie vertritt damit ausschließlich die Interessen des Immobilienkonzerns und handelt frontal gegen die Interessen der Neuköllner*innen. Die SPD wird sich dem vermutlich anschließen, lässt sie doch keine Gelegenheit aus, das Projekt zu bewerben“, so Klara Schmidtke von der Initiative Hermannplatz.

Das ganze ist ein Skandal! Die Initiative Hermannplatz sammelt seit Oktober Unterschriften gegen das Vorhaben von Signa, gegen den Abriss des Karstadt-Gebäudes, gegen den Beton-Neubau, und gegen die systematische Verdrängung aus den Kiezen. Es sind bald mehr als 1.000 Unterschriften gegen das Projekt zusammengekommen. Das verdeutlicht: Neukölln unterstützt das Bauvorhaben am Hermannplatz nicht!

Die Machtsymbolik und das politische Signal des CDU-Antrags sind empörend. Sollte der Antrag tatsächlich auch von der SPD unterstützt werden, was zu befürchten ist, steuert die BVV auf eine Abstimmung zu, in der sich CDU gemeinsam mit SPD und AfD in einem Mitte-Rechts-Bündnis für einen Investorenplan aussprechen, der von der Zivilgesellschaft heftig kritisiert und abgelehnt wird. Das wäre nichts Geringeres als eine repressive, autoritäre politische Haltung, die v.a. im Zusammenhang eines migrantisch geprägten Kiezes und eines Investors, gegen den die österreichische Staatsanwaltschaft wegen illegaler Großspenden an die extrem rechte FPÖ ermittelt, ein skandalöses politisches Signal setzt. .

Daher ruft die Initiative Hermannplatz zu einer Kundgebung am 21.1.2020 um 16 Uhr vor dem Neuköllner Rathaus auf. Am gleichen Tag wird Signa das Projekt im Stadtentwicklungsausschuss vorstellen und die CDU ihren Antrag dort zur Diskussion stellen.

Initiative Hermannplatz – karSTADT ERHALTEN
www.initiativehermannplatz.noblogs.org – initiative-hermannplatz@riseup.net

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InterKIEZionale in die Offensive! – Wir Bleiben Alle!

Ein Aufruf an alle widerspenstigen Menschen und Gruppen
Kein Haus weniger, keine Entmietung linker Projekte, keine Zwangsräumungen mehr, Schluss mit der Verdrängung von Nachbar*innen, sozio-kulturellen Räumen und kieznahem Kleingewerbe!

Diesen Januar stehen einige Projekte vor den Gerichten. Es soll verhandelt werden, ob das Jugendzentrum Potse, die Kneipe Meuterei und das Hausprojekt Liebig34 nicht doch „legal“ geräumt werden können. Wir werden nicht auf eine richterliche Güte oder bürokratische Lücke hoffen.

Wir sehen dem Ausverkauf der Stadt nicht länger mehr zu und verteidigen unsere Freiräume – mit vielfältigen, kreativen und selbstorganisierten Aktionen.

** Kommt am 12.01.20 um 15 Uhr in die Räume der SFE (Gneisenaustr. 2a) zur öffentlichen Versammlung! **

Gemeinsam wollen wir konkrete Aktionen und Veranstaltungen planen und umsetzen, um endlich in die Offensive zu gehen.
Dazu braucht es euch, eure Ideen und Tatendrang. Egal ob Transpi malen, Blockaden, Go-Ins, Politiker*innen besuchen, oder andere Aktionen, whatever.
Beginnend mit dieser Versammlung werden wir uns wöchentlich jeden Sonntag um 15 Uhr (zukünftiger fester Ort wird zeitig bekanntgegeben) treffen!
Um gemeinsam Passiertes zu reflektieren und Weiteres konkret zu planen und umzusetzen.

Verbreitet diesen Aufruf, überlegt euch lustige und effektive Mitmachaktivitäten, achtet auf Verabredungen, Ankündigungen, Flüsterpropaganda.
Alle können mitmachen, anleiern, Eigenaktivität übernehmen, zwischen 9 und 99, von Kleinstgruppe bis unübersehbaren Mob.

Wir wollen, dass Alle Bleiben!
Spekulation, Entmietung, Verdrängung stoppen, hier und überall!
Spekulation, Miete und Eigentumsverhältnisse abschaffen!
Vergesellschaftung jetzt!

Liebig34, Potse, Meuterei, Rigaer94, Drugstore, Syndikat, Köpi, SabotGarten Bleiben!

Interkiezionale

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Kiezversammlung für die Kiezkneipe Syndikat am 19. Dez. 2019

Es gibt nun das schriftliche Räumungsurteil gegen die selbstverwaltete Kiezkneipe Syndikat in Neukölln. Nun wird es allmählich ernst und auf einer Versammlung soll über das weitere Vorgehen diskutiert werden.
Hier der Aufruf vom Syndikat:

Wie weiter nach dem Urteil? Kiezversammlung am 19. Dezember!

Versammlung nach Räumgsungsurteil

Am 26.11. wurde vom Landgericht Berlin das Räumungsurteil gegen uns erlassen. Ende vergangener Woche haben wir das schriftliche Urteil erhalten. Neben viel Abwiegelung unserer Argumente findet sich darin ein Passus, der es gerade sehr unsicher macht, ob wir eine Räumungsankündigung durch den Gang in die nächste Instanz bis dahin verhindern können. Wir legen trotzdem Berufung ein und werden auf der juristischen Ebene weiterhin alle Mittel ausschöpfen, die uns bleiben. Damit wir bleiben – oder zumindest eine Räumung möglichst lange hinaus gezögert wird. Dennoch müssen wir langsam dem Ernst der Lage ins Auge sehen. Winter is coming – let‘s be prepared.

Deshalb laden wir zu einer Kiezversammlung am Donnerstag, den 19. Dezember, ab 19 Uhr im Syndikat ein.

Dort wollen wir euch den Stand der Dinge erklären und eine Einschätzung geben, was dies für die nahe und ferne Zukunft bedeutet. Desweiteren wollen wir mit euch langsam beginnen, über den Ernstfall zu diskutieren. Einige Menschen von uns und aus unserem Umfeld haben sich dazu Gedanken gemacht und Ideen entwickelt. Diese würden wir euch gerne vorstellen, mit euch diskutieren und gemeinsam weiter entwickeln. Macht euch gerne schon im Vorfeld Gedanken darüber, bringt Ideen mit und findet vor Ort Mitstreiter*innen zur Umsetzung.

Verloren ist noch nichts – gewinnen können wir noch alles.

Quelle: Wie weiter nach dem Urteil? Kiezversammlung am 19. Dezember!

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13.12. Abriss Betonbank – DaWoEdekaMaWa

**** FREITAG, 13.12 – ABRISS BETONBANK BIS 16 UHR ****

*Abrissparty + Verteilaktion der Bruchstücke um 15 Uhr vor der Brache *

Das Grundstück an der Braunschweiger Str. 21 soll aktuell in einem 100 Millionen Euro schweren Immobilienpaket, u.a. mit dem Gelände des Hausprojekts Köpi,verkauft werden! Die Betonbank auf der Brache soll in diesem Zuge geräumt werden, um unseren Protest dort unsichtbar zu machen und stattdessen Platz zu schaffen für risikofreie Spekulation und Profitmaximierung ohne Widerstand.

Aber wir lassen uns unsere Betonbank nicht wegnehmen!

In einer Aktion am 13.12 werden wir die Bank selbst abbauen und von der Brachfläche abtransportieren. Kommt vorbei, um uns von 9 Uhr bis 16 Uhr zu unterstützen und einen Blick auf die geöffnete Brache zu werfen! ***Das Betreten der Brache ist hierbei nicht möglich.

Anschließend ab 15 Uhr wollen wir euch alle herzlich einladen, um an der Ecke vor der Brache zusammenzukommen und mit uns bei Suppe und Tee unseren Protest zu feiern!
Lasst uns denen zeigen, dass wir auch ohne Betonbank zusammenhalten und Spekulant*innen auch in Zukunft auf Widerstand treffen!

Außerdem sind alle herzlich dazu aufgerufen, ein Bruchstück mit nach Hause zu nehmen und aufzubewahren! Die Stücke werden später noch gebraucht!

Die Abrissaktion wird am Freitag, den 13.12.2019, von 9 Uhr bis 16 Uhr stattfinden, das Abschlusstreffen ab 15 Uhr vor der Brache.

Freiräume erhalten # DaWoEdekaMaWa

Betongold zerschlagen # hart wie Beton

Quelle: Abriss Betonbank

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Hakenkreuz-Geschmiere in Neukölln

Nazis sind wieder ungestört im Neuköllner Norden unterwegs. In der Nacht zu gestern wurden in der Wildenbruchstrasse Geschäfte und Hausflure mit Hakenkreuzen beschmiert, nur 100 Meter vom Polizeiabschnitt 54 entfernt.

Aus einer Info vom k-fetisch via facebook von gestern :

“Vom k-fetisch:
Wie wir gerade erfahren haben, gab es heute Nacht einen Nazi-Angriff auf unsere Nachbarinnen. Die Schaufenster des Classic Burger, sowie des Späti daneben wurden mit Hakenkreuzen und SS-Runen beschmiert. Es wurde sich auch Zugang zum Haus verschafft und im Treppenhaus Hakenkreuze und SS-Runen gesprüht. Außerdem wurden drei Autos die vor den Läden parkten die Reifen zerstochen. Wir erklären uns solidarisch mit unseren Nachbarinnen und verurteilen die Nazi-Angriffe! Kein Kiez, kein Ort für Nazis. Haltet die Augen offen und organisiert euch gegen Nazis!
k-fetisch

Ein ausführlicher Bericht erschien heute nachmittag auf der Facebook-Seite von Ferat Kocak, der selbst schon von Nazi-Brandanschlägen betroffen war. Nicht jede will auf facebook lesen, deshalb hier noch mal der Text:

Nazi Angriff in Neukölln!

Es werden Geschäfte von Migrant*innen mit Hakenkreuzen, SS Runen und „Ausländer Raus“ markiert. Zeitgleich werden die Reifen von zahlreichen Autos in der selben Straße zerstochen. Am Wochenende in Friedrichshain #Kreuzberg und jetzt wieder in #Neukölln. Eines der Läden, welcher mit einem riesen Hakenkreuz beschmiert wurde, ist der meiner Tante, meines Onkels und meiner Cousins “Classic Finest Burger & Pizza”.

Als ich vom NeoNazi Angriff über die Facebookseite von k-fetisch las bin ich sofort zu meiner Familie gefahren. Die Reaktion meines Onkels brachte mich zum nachdenken: Er erzählte mir von unserer Herkunft, von Aleviten, dessen Wohnhäuser und Geschäfte markiert wurden, um dann darauf folgend Tausende Aleviten zu ermorden. Wie in Maras ’78. Auch in Anatolien nannten sie das Säuberung. Mit diesem Trauma belastet, werden eben diese Menschen jetzt hier wieder angegriffen. Ihre Geschäfte werden mit Hakenkreuzen markiert. Wie schon vor nicht so langer Zeit in Deutschland.

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Mieter*innen-versammlung im Schillerkiez am 1. Dez. 2019

Einladung zur mittlerweile 7. Mieter*innen-versammlung
Sonntag 1.12.19, 16 Uhr im Syndikat, Weisestr 56

Themen auf der Versammlung werden sein:

Vorstellungsrunde:
Was für Probleme gibt es bei mir im Haus? Wie nervt mich mein Vermieter? Wo brauche ich Unterstützung?

Untersützung planen:
Wie können wir uns gegenseitig untersützen? Nur gemeinsam sind wir stark!

Ideen sammeln, um unsere Wut zu den Politikerinnen zu tragen: Gemeinsamer Besuch im Rathaus, Leerstand anprangern, und vieles mehr. Bringt Ideen mit, was ihr schon immer mal den verantwortlichen Politikerinnen sagen wolltet.

Es gibt Kaffee und Kuchen. Wer mag bringt, gerne noch was zu essen mit. Wenn ihr Kinderbetreuung braucht, schreibt uns vorher eine Mail.

Kontakt: wirsindviele@riseup.net

Einladungsflyer
Einladungsflyer
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20.11: Kundgebung gegen „Stadt und Land“

Aufruf von #Besetzen:

Stadt und Land – Rücknahme der Strafanzeige gegen Besetzer*innen!

Rücknahme der Strafanzeige gegen Besetzer*innen

Der erste Prozesstermin im Rahmen der Repression gegen die Besetzung der Borni im letzten Jahr steht an. Das Wohnungsunternehmen „Stadt und Land“ ließ das Haus in der Bornsdorfer Straße 37b 5 Jahre lang leerstehen, bis wir es im Frühling 2018 besetzt haben.
56 Strafanzeigen hat der profitorientierte Drecksverein daraufhin gestellt – jetzt heißt es für uns, sich der Repression zu #wider(be)setzen! Repression ist ein Teil unserer Aktionen und wir nutzen sie als politische Bühne! Denn es reicht nicht, Straffreiheit für Besetzungsaktionen zu fordern: Repression als Mittel staatlicher Kontrolle und als Absicherung der kapitalistischen Ordnung wollen wir nicht hinnehmen! Gemeinsam stehen wir gegen den verzweifelten Versuch, uns einzuschüchtern!

Kommt deshalb zur Auftaktkundgebung am 20.11. um 15 Uhr vor der „Stadt und Land“-Zentrale in der Werbellinstraße 12 (Neukölln).

Bringt Sachen zum Krach machen mit und tragt eure Wut auf die Straße!

Anstehende Prozess Termine:

Borni-Prozess: 21.11., 12 Uhr
Amtsgericht Tiergarten, Turmstr 91
Raum: 671 (verfolgt aktuelle Mobi, kann sein, dass sich der Raum noch ändert)
Borni Prozess: 25.11., 10:15 Uhr
Amtsgericht Tiergarten, Turmstr 91
Raum: kommt noch
Borni Prozess: 6.12.
Ort & Zeit: kommt noch

Wir führen unsere Prozesse politisch, das heißt, alle solidarischen Menschen sind bei den Terminen willkommen!

weitere Infos: Aufruf zur Kundgebung bei „Stadt & Land“ am 20.11. um 15 Uhr

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Neuköllner Zustände

Alle reden von Clans , von den Zuständen am neuen Neuköllner Sozialamt will niemand was wissen. Deshalb hier ein Bericht von Betroffenenn der bereits auf dem Blog der “solidarischen Aktion Neukölln” erschien:

Anlässlich der gestrigen Vorführung der ZDF-Dokumentation Wem gehört Neukölln mit anschließender Diskussion mit Bürgermeister Martin Hikel und Gästen

Anlässlich der gestrigen Vorführung der ZDF-Dokumentation Wem gehört Neukölln mit anschließender Diskussion mit Bürgermeister Martin Hikel und Gästen.

Von: Solidarische Aktion Neukölln 13. November 2019

Wir wehren uns hier gegen das Bild, dass von Neukölln gezeichnet wird.
Im dem von Bezirksbürgermeister Hickel geführten Diskurs, der v.a die arabischen Clans die sich in Shishabars treffen, als Probleme in den Mittelpunkt stellt, schwingt mit, dass Migrant:innen das Problem sind. Aber Migrant:innen sind hier in Neukölln nicht das Problem, sondern Ämter und Politiker. Wir wohnen gern in einem Stadtbezirk, in dem Menschen aus mehr als 150 Ländern leben.

Wir, einige Betroffene und Unterstützer:innen von der Solidarischen Aktion Neukölln, besuchten im Juni 2018 den Sozialstadtrat Jochen Biedermann, um auf die miesen Zustände im Sozialamt Neukölln hinzuweisen. Auch viele Migrant:innen müssen zum Sozialamt. Die in der Mehrheit chronisch kranken und/oder alten Grundsicherungsbezieher:innen mussten im Stehen warten, obwohl auf dem Gang des Sozialamts massig Platz für Sitzgelegenheiten ist, es gab immer lange Wartezeiten und in vielen Fällen eine respektlose Behandlung vom Empfangstresen-Personal.

Hier ein Ausschnitt aus einem Bericht von damals:

Schon vor der Sprechzeit des Sozialamtes warten Menschenmassen, dass um 9 Uhr der Betrieb beginne. Zwei Security-Männer beobachten die Szenerie. Vor dem Gang mit den Zimmern der Sachbearbeiter:innen prangt ein Absperrband, dass die Security-Männer bewachen. Niemand von den Sozialamtbesucher:innen soll eigenmächtig zu den Sachbearbeiter:innen vordringen können. Das kleine Wartezimmer am Eingang auf der rechten Seite ist überfüllt. Draußen wartet der große Rest. Stehend. Alte Männer, Frauen mit Kindern, ein Mann mit einem Bein humpelt hin und her, er hat auch keinen Platz. Eine Frau, die mit ihrer Mutter da ist, welche mit Rollator geht und gerade eine Chemotherapie hinter sich hat,
diskutiert mit den Security-Männern, ob die Mutter nicht schon früher dran kommen könne.Sie hat eine Nummer über 70, d.h.- sie wird mindestens 1,5 Stunden warten.
Die Securitys: „Wir sind hier nicht im Jobcenter, wo die Schwerbehinderten eine Extraschlange haben.“ Der Wartebereich im Haus vor dem Eingang des Sozialamtes ist groß, leicht ließen sich dort
Bänke und Stühle aufstellen. Und bei etwas mehr Menschlichkeit könnten auch besonders Kranke vorgelassen werden. Anstatt die Sprechzeiten zu verkürzen, wie geschehen, sollte das Amt diese ausbauen.

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20. November: Infoveranstaltung gegen Investoren-Pläne am Hermannplatz

Damit der Hermannplatz in Neukölln ein Ort für Alle bleibt und nicht zum Spielplatz für Investoren-Interessen verkommt:

Die Initiative Hermannplatz lädt ein:
Infoveranstaltung und Kiez-Diskussion für Nachbar*innen
Der Immobilienkonzern Signa plant, das Karstadt-Gebäude am Hermannplatz abzureißen und stattdessen einen gigantischen Beton-Neubau zu errichten! Der Konzern aus Österreich verfolgt damit auch in Neukölln ein Programm, das nur eines bedeuten kann: „Aufwertung“, steigende Mieten für Wohnungen und Gewerbe, Gentrifizierung und Verdrängung. Wir wollen verhindern, dass noch mehr Leute aus Neukölln und Kreuzberg wegziehen müssen, weil sie die hohen Mieten nicht mehr bezahlen können, oder dass Geschäfte schließen müssen, weil ein riesiger Kaufhaustempel in unsere Nachbarschaft gesetzt wird.

Die zuständige Behörde in Friedrichshain-Kreuzberg hat das Großprojekt abgelehnt. Warum kommt es vielen dennoch so vor, als sei noch nichts entschieden? Signa hat eine groß angelegte Kampagne gestartet, um Verwirrung zu stiften. Sie tut mit ihrer Plattform „Dialog Hermannplatz“ so, als gäbe es keine Ablehnung und als gäbe es keine organisierte Zivilgesellschaft, die sich entschieden gegen ihre Pläne positioniert hat. Ihr Ziel: die öffentliche Meinung beeinflussen, um ihre Pläne durchzusetzen.

Wir – eine unabhängige Initiative von Anwohnerinnen aus Neukölln und Kreuzberg – wollen über den Stand der Dinge informieren und zeigen, dass das Signa-Projekt keine gute Idee und ihre Kampagne nur ein Scheindialog ist! Auf diesem Treffen werden Gewerbe-Aktivistinnen, Anwohnerinnen und Umwelt-Aktivistinnen ihre Perspektive auf das geplante Projekt teilen und es gibt den Raum für Austausch und Diskussion für die betroffene Nachbarschaft.

Kommt zahlreich, damit wir uns im Viertel weiter vernetzen und gemeinsam gegen Mietenwahnsinn und Verdrängung am Hermannplatz aktiv werden können.

Es gibt Getränke und Snacks gegen Spende.
Barrierefreiheitsinformationen: Der Zugang zum Veranstaltungsraum im Jugendclub Manege ist barrierefrei.

Kein Abriss des Karstadt-Gebäudes am Hermannplatz! Kein Beton-Neubau!
Für eine Stadt für alle!

Mittwoch, 20.11.2019 19 Uhr
Jugendclub Manege, Rütlistraße 1-3

Initiative Hermannplatz
E-Mail: initiative-hermannplatz@riseup.net

Flyer zur Infoveranstaltung am 20.11.2019
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