Meuterei Bleibt – Kundgebung Neukölln 20.3.2021 – Demo 25.3.2021

Kiezkultur von unten erhalten und verteidigen!

Solidarische Nachbarn aus dem Schillerkiez in Neukölln rufen auf zur Solidarität mit dem Kneipenkollektiv Meuterei in der Reichenbergerstr. 58 , das am 23. März 2021 um 8 Uhr . geräumt werden soll. Ihnen droht damit das gleiche Schicksal wie der Kiezkneipe Syndikat, die im August letzten Jahres in der Weisestrasse geräumt wurde. Wir alle wissen nur zu gut, was das für einen Kiez bedeutet.

Wir wollen nicht, dass ein weiterer Ort des solidarischen Zusammenseins einem Immobilienspekulanten mit Sitz in einem Steuerparadies ( diesmal Zossen in Brandenburg ) geopfert wird.

Stattdessen wollen wir einen solidarischen Kiez, eine Stadt, in der jeder von uns leben kann, wie sieer es möchte. Wir wollen eine Stadt, die sich an unseren Interessen und Bedürfnissen orientiert und nicht an den denen von Immobilienspekulanten. Deshalb gegen die Räumung der Meuterei:

Kundgebung
Samstag, 20.3.2021 – 14 Uhr
Schillerpromenade/Herrfurthplatz

Solidarische Demo
Donnerstag,25.3.2021 – 6 Uhr
Herrfurthplatz ( über den Hermannplatz zum Kottbusser Tor )

weitere Infos auf Twitter: Leute für die Meute

Plakat Meuterei Bleibt! Aufruf zur Kundgebung und Demo
Plakat Meuterei Bleibt!
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25.3. : Räumungstermin für Kiezkneipe Meuterei

Die Kiezkneipe Meuterei in der Reichenberger Strasse 58 in Kreuzberg soll am Donnerstag, den 25. März 2021 um 8 Uhr geräumt werden.

An diesem Sonntag um 12 Uhr findet eine Kundgebung vor der Meuterei anlässlich der angekündigten Räumung statt. Kommt vorbei und bringt eure Freund*innen mit! Neben Redebeiträgen und Mukke aus der Dose werden wir live unterstützt von Refpolk und Sara.

//Räumungstermin 25.03.21 // ab spätestens 6 Uhr dezentrale Aktionen//

Räumungstermin Meuterei 25.3.2021

Info vom Meuterei-Kollektiv:

Es ist soweit. Goran Nenadic, der Eigentümer der Räumlichkeiten der Meuterei in der Reichenberger 58, hat den Räumungstitel eingereicht. ​Der Termin ist für den 25.03.21 um 08:00 Uhr angesetzt​.

Eine Weile war es still um den Eigentümer geworden, wir wurden nur hin und wieder vom Vertragsinhaber informiert, dass Nenadic versucht, eine „friedliche Lösung“ zu finden. Dabei ging es um Angebote, dass uns diverse Kosten erspart blieben, wenn wir bis zu einem bestimmten Datum die Räume freiwillig verlassen würden. Doch es kann keine friedliche Lösung sein, wenn wir gezwungen werden, unsere Räume zu verlassen. Wir vermuten, dass er vor allem keine größere Öffentlichkeit auf sich ziehen will.

Deswegen rufen wir dazu auf, aktiv zu werden. Machen wir überall sichtbar, dass wir es nicht stillschweigend hinnehmen werden, wenn man unsere Räume zerstört. Machen wir sichtbar, dass Goran Nenadic und seine Helferchen die Verantwortung dafür tragen, was passiert, wenn er zwangsräumt. Zeigen wir, dass wir es nicht hinnehmen, wenn die Stadt die kapitalistischen Machenschaften weiter unterstützt, indem sie Geisels Prügeltrupps aussendet, zu räumen.

Aber nicht nur bei uns. Die Rigaer94, die Potse, der Köpi-Wagenplatz und viele andere sind dieser Bedrohung akut ausgesetzt. Auf in einen heißen Frühling! One struggle, one fight! Genaueres und weitere Infos folgen in Kürze.
Euer Meuterei-Kollektiv

Eviction notice for the Meuterei

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Wem gehört der Hermannplatz?

Die Initiative Hermannplatz hat gerade einen neuen Text veröffentlicht, um darüber zu informieren, wie es um das Bauvorhaben Karstadt Hermannplatz bestellt ist.

Der Immobilieninvestor Benko mit seiner Firma Signa will weiterhin Karstadt am Hermannplatz abreißen und einen Luxusbau hinstellen, den kein Mensch braucht, außer denen, die Profite auf Kosten der hier lebenden und arbeitenden Menschen machen wollen.

Das Ganze ist eigentlich längst entschieden: Der planungsbefugte Bezirk Kreuzberg-Fhain, ebenso wie der Neuköllner Baustadtrat, haben im Sommer 2019 den Abriss- und Neubauplänen des Karstadtgebäudes am Hermanplatz nach intensiver Sachprüfung eine Absage erteilt und das ist gut so. Der von der dubiosen Signa Holding geplante Neubau eines protzigen Monumentalgebäudes, dessen zukünftige Nutzung weitestgehend unklar ist, würde extrem problematische Folgen für die bereits von horrenden Mietsteigerungen und Verdrängung geplagten Neuköllner und Kreuzberger Kieze mit sich bringen. Und er passt nicht in die Umgebung. Tatsächlich beziehen Signas Baupläne eine Umgestaltung des Hermannplatzes selbst mit ein. So, als sei ein Privatunternehmer, dessen einziges Interesse darin besteht, rücksichtslos Gewinne zu erzielen, berechtigt, den öffentlichen Stadtraum mitzuplanen. Signa möchte den Hermannplatz und seine Nachbarschaft in etwas völlig Neues umwandeln, in dem die bisherigen Bewohner*innen und Gewerbetreibenden keinen Platz mehr haben. Das alte Neukölln, der migrantisch geprägte Kiez sollen verschwinden, arme Menschen verdrängt werden. Stattdessen soll ein “Quartier” entstehen, das einzig und allein der Gewinnmaximierung dient.
Das müssen wir verhindern!

Doch die milliardenschwere Signa Holding gibt keine Ruhe. Der Konzern arbeitet mit auffälliger Intensität mit hochprofessionellen PR-, Kommunikations- und Lobbying-Strategien. Dazu gehört am Hermannplatz auch die Simulation von Scheinbeteiligung, die u.a. mit den Kampagnen “Dialog Hermannplatz”, “Hermann und Henriette” und “Nicht Ohne Euch” beworben werden. Dazu gehört auch Karuna e.V. als Feigenblatt im Hinterhof. Es wurden Meinungsforschungsagenturen mit unseriösen Umfragen beauftragt. Es wird taktisch die Falschinformation verbreitet, das Bauvorhaben werde auf jeden Fall umgesetzt.

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Nachbar*innen in Solidarität mit der Rigaer 94

Angesichts bevorstehender Polizeiaktionen gegen das Hausprojekt Rigaer 94 in Friedrichshain haben Nachbar*innen eine Solidaritätserklärung verfasst:

Wir sind Nachbarinnen des Hausprojekts Rigaer 94. Wir wohnen in diesem Kiez unterschiedlich lange. Einige von uns sind hier groß geworden, andere wohnen hier seit 30 Jahren, wieder andere sind vor 6 Jahren hergezogen und weitere wohnen in umliegenden Bezirken. Wir alle verbinden mit den anliegenden Projekten des Dorfplatz ein lebendiges, vielfältiges, lebenswertes Wohnumfeld in Berlin. Wir sind erschüttert über die unaufhörliche Welle der staatlichen Repression. In den letzten Monaten ist viel passiert im Kiez: Maria B. wurde in ihrer eigenen Wohnung von Polizistinnen ermordet. Das Ermittlungsverfahren gegen die Täter*innen wurde drei Wochen später eingestellt.

Das anarcha-queer-feministische Hausprojekt Liebig 34 wurde unter massiver Polizeigewalt
geräumt. Im Vorfeld sowie danach wurden andauernde grundlose Polizeikontrollen der Anwohnerinnen durchgeführt, dabei Taschen durchsucht, polizeiliche Maßnahmen wegen bemalten Pappkartons ergriffen und Bußgelder angedroht, wegen Sitzens auf der Straße oder Anstehen vor dem Späti mit Protestschildern in der Hand. Unfassbar viel Repression erlitten Supporterinnen in der Nacht vor der Räumung. Zudem wurden vor Kurzem in der wahrscheinlich kältesten Woche des Jahres eiskalt wohnungslose Menschen aus ihrem lange bestehenden Camp an der Rummelsburger Bucht geräumt. Dies geschah ohne Vorankündigung, ohne Dolmetscher*innen, mitten in einer -15 °C kalten Nacht und mit der Auflage nur das Nötigste mitnehmen zu dürfen.

Weitere Ankündigungen zu Räumungsandrohungen stehen bevor, so z. B. in der Rummelsburger Bucht für ein weiteres Haus in der in der Hauptstr., dem Wagenplatz Mollies und dem Klub. Ganz unmittelbar sind weitere Nachbarinnen in der Rigaer Straße vom Rauswurf bedroht, nämlich die Bewohnerinnen und Nutzerinnen des Hausprojekts 94. In der nächsten Woche soll mit Vorwand des Brandschutzes eine Besichtigung des Hauses erzwungen werden. Im Sommer fand bereits ein Gutachten statt, woraufhin sämtliche Mängel behoben wurden. Obwohl das Haus Bereitschaft signalisiert hat, den Brandschutz erneut überprüfen zu lassen und somit einen Brandschutzgutachter*in Willkommen zu heißen, wird mit einem großen Polizeiaufgebot gedroht, welche gemeinsam mit der begutachtenden Person das Haus betreten solle. Zusätzlich werden mehrere Straßen rund um die R94 mit Halteverbotsschildern für den Zeitraum 10-13.3. ausgestattet.

Uns erinnert das sehr stark an die rote Zone, die als Polizeitaktik bei Hausräumungen gilt. Wozu dieser Aufriss, wenn es doch “nur” um die Brandschutzprüfung geht? Es ist haarspalterisch, dass hier der Brandschutz, der laut Verordnungen unserem Schutz dienen soll, als Vorwand genommen wird, um mit Staatsgewalt u. a. in Form von Polizei das Interesse eines Investors durchzusetzen.Mal wieder ist es der Eigentümer, dessen Kapital/ Profitgier geschützt wird und nicht das Recht auf Wohnen.

Die Kontinuität, mit der in Berlin Räumungen, Entmietungen, Mieterinnen-Schikane durchgeboxt werden, ist eine radikale Form der Gentrifizierung und muss aufhören. Ihr(R2G) nehmt uns Schutzräume für FLINTA, Wohnraum, Küfas (Küche für alle), Kiezkneipen, Probe-, Sport- und Veranstaltungsorte, ohne auch nur ansatzweise die Auswirkungen auf die sozialen Strukturen in unseren Kiezen und der Stadt Berlin zu berücksichtigen oder noch schlimmer ihr nehmt den Ausverkauf der Kiezstrukturen sowie Verdrängung von zig Menschen in Kauf.

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Hermannstraße 48 kauft Haus

Kundgebung am Samstag, den 27.2.2021 um 15 Uhr vor dem Haus

Pressemitteilung vom 26.2.2021

Wir kaufen unser Haus!

Der Bezirk Neukölln hat am Montag, 22.02.2021, für die von der Hausgemeinschaft gegründete Hermanes48 GmbH in Verbindung mit dem Mietshäuser Syndikat das Vorkaufsrecht ausgeübt.

Damit ist eine wichtige Etappe geschafft, um die Hermannstraße 48, mit Vorderhaus, Quergebäude, Seitenflügel, Fabrikgebäude und den von vielen politisch arbeitenden Gruppen genutzten Projektraum in Selbstverwaltung zu betreiben.

Der Kauf ist jedoch noch nicht in trockenen Tüchern. Am Montagabend, also auf den letzten Drücker, hat die ursprüngliche Käuferin noch eine unterschriebene Abwendungsvereinbarung an den Bezirk geschickt, die jedoch nicht der Abwendungsvereinbarung entspricht, die ihr der Bezirk vorgelegt hatte. Es handelt sich um eine veränderte Abwendungsvereinbarung, die der Bezirk nun prüft.

Der Kauf durch die Hausgemeinschaft gemeinsam mit dem Mietshäuser Syndikat bleibt so lange in der Schwebe bis keine Rechtsmittel mehr möglich bzw. erhoben sind. Erst dann wissen wir, ob wir unser Haus endgültig dem Immobilienmarkt entzogen haben. Erst dann wissen wir auch, ob die beiden bereits von der Eigentümerin gekündigten Wohngemeinschaften zurück in ihr zu Hause können.

Nichtsdestotrotz sind wir zunächst glücklich darüber, dass wir die Verantwortlichen im Bezirk davon überzeugen konnten, sich für unsere selbstorganisierte Hausgemeinschaft zusammen mit dem Mietshäuser Syndikat als Drittkäuferin zu entscheiden. Das hat uns in den vergangenen zwei Monaten enorm viel Arbeit und Nerven gekostet. Viele von uns haben hochspezialisiert in verschiedenen Arbeitsgruppen nahezu rund um die Uhr daran gearbeitet. Wir haben dabei viel Unterstützung und Solidarität von anderen Häusern und Gruppen erfahren und wir sind auch als Hausgemeinschaft näher zusammengerückt.

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Hausgemeinschaft Anzengruberstraße 24 wehrt sich

Mieter:innen des Hauses Anzengruberstraße 24 wehren sich gegen der Verkauf ihres Hauses an einen unbekannten Investor. Darüber informiert eine Pressemitteilung vom 27. 1.2021 die wir hier veröffentlichen.

PRESSEMITTEILUNG
Berlin, den 27. Januar 2021

Kirchliche Stiftung täuscht Mieter:innen mit wertloser Sozialcharta

Die Sozialcharta, die das Evangelische Johannesstift beim Verkauf der Anzengruberstraße 24 in Berlin-Neukölln erwirkt hat, ist das Papier kaum wert, auf dem sie steht. Die Mieter:innen fühlen sich vom Eigentümer, einer kirchlichen, gemeinwohlorientierten Stiftung, im Stich gelassen. Sie befürchten die Umwandlung in Eigentumswohnungen und mittelfristig ihre Verdrängung. Als Initiative „Anzi24 bleibt!“ fordern sie die Ausübung des Vorkaufsrechts. Nur so könne der Bezirk seinen eigenen Milieuschutzzielen gerecht werden. Bis zum Ablauf der Frist bleiben nur wenige Wochen.

Protest vor dem Haus Anzengruberstraße 24 in Neukölln

Am Tag vor Weihnachten hat die Evangelische Johannesstift SbR das Mietshaus in der Anzengruberstraße 24 an einen unbekannten Investor verkauft. Der Neuköllner Baustadtrat Jochen Biedermann (Bündnis 90/Die Grünen) hat die Mieter:innen am 04.01.2021 informiert. Erst jetzt hat sich das Johannesstift auch direkt an die Mieter:innen gewendet. In einem Brief verspricht der Vorstand des Johannesstifts, Andreas Mörsberger, „dass das Objekt auch weiterhin unter sozialen Gesichtspunkten betrieben wird“. Den Namen des Käufers, ein „privater Bestandshalter aus Deutschland“, verrät er nicht.

Als Garantie verweist Mörsberger auf eine für 15 Jahre verbindliche „Sozialcharta“. Diese enthalte Schutzbestimmungen vor Eigenbedarfs- und Verwertungskündigungen, vor missbräuchlichen Baumaßnahmen sowie vor Mieterhöhungen über den Mietspiegel hinaus. Eine genaue Prüfung der Sozialcharta zeigt jedoch: Sie bietet faktisch nur den gesetzlichen Schutz, der ohnehin besteht. Teils sind Formulierungen wortgleich übernommen, die gesetzlich ohnehin und damit unbefristet gelten. Nur vor Eigenbedarfskündigungen bietet die Sozialcharta ganze drei Jahre zusätzlichen Schutz zu der ohnehin geltenden Sperrfrist von 12 Jahren. Auch den Gewerbemieter:innen bietet die Charta geringfügige, zusätzliche Sicherheiten. Für zukünftige Mieter:innen gilt sie erst gar nicht.

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Für den Erhalt der Hermannstraße 48

Pressemitteilung vom 09.01.2021
Unser Zuhause wird an eine:n Immobilienspekulant:in verkauft!

Wir, über 140 Bewohner_innen und Gewerbetreibende der Hermannstr. 48, sind von Verdrängung bedroht. Unsere Vermieterin hat die Häuser an eine Investmentfirma verkauft.
Das Bezirksamt hat uns am 04.01.2020 darüber informiert, dass ihnen der Verkaufsvertrag vorliegt. Wir wissen, dass Sepkulant:innen Häuser nur kaufen, um mit ihnen Profit zu machen, dafür finden sie auch trotz Mietendeckel Mittel und Wege. Unsere Pläne von langfristig sozialem Wohnen wären damit passé. Wir hoffen nun darauf, dass der Bezirk Vorkaufsrecht ausüben kann, um die Immobilienspekulation abzuwenden. Dann hätten wir als Mieter:innengemeinschaft oder über eine Genossenschaft die Möglichkeit, die Häuser zu kaufen. So könnten unsere Häuser und wir Mietenden vor Spekulation mit unserem Wohnraum und Verdrängung geschützt werden.

Unsere Mieter:innengemeinschaft pflegt engen nachbarschaftlichen Kontakt. 2018 gründeten wir den Verein Hermannshöfe e.V. Als Verein haben wir der Besitzerin Anfang 2020 ein Kaufangebot gemacht. Unser Kaufangebot umfasste einen Finanzierungsplan, vorläufige Zusagen für Kreditvergaben durch Banken, ein Unterstützungsschreiben des Bezirksstadtrats Jochen Biedermann sowie des Mietshäusersyndikatsprojekts Zossenerstr. 48, zudem Profile verschiedener Mietenden. Die Besitzerin lehnte das Kaufangebot im Juni
2020 ab und ließ sich nicht auf weitere Rückfragen ein. Der Kauf durch den Verein hätte in Kooperation mit dem Mietshäusersyndikat stattgefunden und langfristig bezahlbare Mieten für die jetzigen Bewohner:innen garantiert.

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Marco ist tot

Am vergangenen Freitag, den 8. Januar 2021, verstarb der obdachlose Marco an seinem Schlafplatz in der Herrfurthstrasse im Neuköllner Schillerkiez. Heute gab es ein Gedenken, an dem sich über 100 Menschen beteiligten.

Gedenken an Marco
In diesem Eingang lebte Marco die letzten Monate

Hier ist ein Text von zwei Nachbarinnen:

Wir, zwei Nachbarinnen im Schillerkiez, trauern um Marco, der verstorben ist. Wir haben seine Situation seit Jahren beobachtet, auch die vermeintliche Ausweglosigkeit.

Teilnehmende Beobachtung einer Anwohnerin zum Leben und Sterben von Marco.

Marco war ein obdachloser junger Mann in Neukölln, der im Umkreis vom U-Bahnhof Boddinstraße, Hermannstraße, Herrfurtstraße und Weisestraße auf der Straße lebte.

An ihm kam ich nicht vorbei, denn es ist auch ein Teil meines Radius, mit dem Unterschied, dass ich in einer Wohnung lebe.

Er hat sehr viel Unterstützung und Angebote von Nachbar*innen bekommen oder auch von Menschen, die ihn nur im Vorübergehen wahrgenommen haben. Er ist mit unzähligen Matratzen, Sofas und Decken ausgestattet worden. Doch immer wieder hat die BSR ihm alles unterm Hintern weggenommen und als Müll entsorgt. All die Jahre ist er zu einem Teil geworden, der „dazugehörte“.

Leider haben Menschen wie Marco keine Lobby. Für Menschen wie Marco macht sich kein Gesundheitsstadtrat noch ein Sozialstadtrat die Finger krumm, um ihnen mit ihrem Stab und ihren Möglichkeiten beratend und wohlwollend zur Seite zu stehen.

Der Sozialpsychiatrische Dienst (zuständig Herr Falko Liecke, Gesundheitsstadtrat in Neukölln) ist seit Juli 2019 unterbesetzt und so gut wie nicht mehr erreichbar.

Das Sozialamt in der Donaustraße (zuständig Herr Jochen Biedermann, Sozialstadtrat in Neukölln) lässt hilfesuchende Menschen bei jeglichem Wetter vor dem Amt Schlange stehen, auch ältere und gebrechliche Menschen und beim Einlass die Körper scannen und Taschen durchsuchen. Dieser Umgang zeigt mir, welche Verachtung diesen Menschen entgegengebracht wird. Und bitte, kommt mir nicht mit Sachzwang und keine Krokodilstränen aus der Ecke.

Denn diese Verwerfungen sind leider kein Thema, wenn z.B. der Herr Biedermann alles dafür tut und sich ins Zeug legt, dass die eher betuchteren oder wohlhabenden Einwohner ihre Häuser, Wohnungen oder Läden kaufen wollen und können.

Für Menschen wie Marco, stellen sich solche Fragen nicht. Obdachlose, wohnungslose Menschen, werden mit der senatseigenen Knüppelgarde aus leerstehenden Häusern geprügelt. Sie erfahren so gut wie keine Unterstützung, um an eine eigene Wohnung zu kommen.Sie sollen und müssen sich unter das Diktat des Staates oder Senats und ihren Handlangern stellen. Sie sollen es nicht angenehm haben. Das ist sozial verkommen.

RIP Marcus

Eine andere Anwohnerin: Marco und das Systemversagen

Marco ist gestorben. Er war obdachlos. Oft, wenn ich in meinem Kiez unterwegs war, sah ich ihn. Zuerst vor allem am U-Bahnhof Boddinstrasse. Nachbar*innen brachten ihm Matratzen, eine Couch und Malutensilien, denn er malte. Immer wieder wurden seine Sachen entsorgt. Immer wieder hatte er Hilfe von Nachbar*innen. Später quartierte er sich in einem Eingang der Herrfurthstrasse ein, dort wurde er vertrieben und lagerte schließlich einen Eingang weiter. Auch hier halfen ihm wieder Nachbar*innen, die ihn mit Decken, Essen und Getränken versorgten. Ich sah ihn auch des öfteren in der Kneipe Syndikat, dort fand er auch am Abend und in der Nacht ein Domizil. Dann kam Corona und das Syndikat wurde auch noch geräumt. Manchmal hörte ich ihn schreien und ich vernahm, das er mit Stimmen sprach. Er war anscheinend psychotisch. Er hatte aber auch lichte Momente, wo Nachbar*innen mit ihm normal sprachen. Er war weder „fremd- noch selbstgefährdend“, dass er nicht zwangseingewiesen werden konnte. Wenn die Feuerwehr kam, sagte er, er wolle nicht mit. Er wollte keine Behandlung. Man könne ihn nicht zwingen, heißt es dann oft.

Wer ist schuld?

Marco schätze ich altersmäßig auf Mitte 30, für meine Verhältnisse noch jung. Mich hat sein Tod ziemlich bewegt. In dem Alter hatte ich die erste psychische Krise, habe ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mich gut in ihn hineinversetzen. Ich habe schon seit ein paar Jahren beobachtet, dass Marco mit seinen Stimmen spricht. Soll er etwa noch entscheiden können, was gut für ihn ist? Ich glaube nicht, zu tief ist er in seinem Wahn gewesen. Zwang ginge gar nicht, wird mir dann oft gesagt. Schluss mit der Debatte.

Die Psychiatrie

Ich weiß nicht, ob er durch die Psychiatrie oder wodurch auch immer traumatisiert wurde.

Ich stelle mir Marco vor: Er wäre behandelt worden, ob im Weglaufhaus, der Soteria oder Psychiatrie. Menschen hätten sich um ihn gekümmert. Er hätte dort malen und Musik machen können. Menschen hätten sich darum gekümmert, dass er eine Unterkunft, ein Dach über dem Kopf bekommt. Und da er wahrscheinlich nach so langer Zeit in der Psychose alleine noch nicht klar gekommen wäre, hätte er gute Einzelfallhelfer gehabt, neben Bekannten und Freunden. Er wäre aufgeblüht. Er hätte sein Leben noch vor sich. Aber ich träume gerade.

Die Realität ist eine andere. Obdachlose sind in der Psychiatrie nicht gern gesehen. Eine Frau, die psychotisch war und dabei ihre Wohnung im Schillerkiez verloren hatte, konnte ich überreden und mit einem Taxi zum Urban- Krankenhaus bringen. Hier was wir dort erlebten:

Im Eingangsbereich der Notaufnahme

Ich: Nele* ist psychotisch, spricht mit ihren Stimmen. Sie braucht auch einen Sozialarbeiter, ist obdachlos geworden.

Tätowierte Krankenschwester: Das ist ihre Eigenverantwortung. (Mehrmals faselt sie das Wort Eigenverantwortung.)

Nele trägt eine Adresse ein. Hat keine Krankenkassenkarte, ist aber im Computer registriert.

Krankenschwester: Warten sie!

Wir warten und warten. Nele wird unruhig. Spricht mit ihren Stimmen. Steht auf und geht raus. Kommt wieder.

Ich: Wie lange soll sie denn noch warten? Sie können jemanden in der Psychose nicht ewig warten lassen. Viele rennen doch weg.

Security- Mann: Weil wir noch mehr von der Sorte haben.

Falls die Luft so schlecht ist, geh doch raus, sagt er zu Nele.

Endlich ist sie dran.

Arzt: Wir sind doch kein Obdachlosenheim. Sie kommt doch klar.

Ich: Eben nicht. Wenn sie sie jetzt nicht aufnehmen, werde ich mich beschweren.

Erst daraufhin wurde sie aufgenommen. Geholfen wurde ihr nicht.

Die Eigentumsordnung

Viele werden in der Psychiatrie mit Medikamenten abgefüllt und dann wieder in die Obdachlosigkeit entlassen. Strenge Regeln und Bevormundung hindern sie daran, Notunterkünfte aufzusuchen. Vielleicht wollte oder konnte Marco sich auch nicht dem engen und teilweise repressiven Regelsystem einer Notunterkunft unterwerfen (Alkohol- und Drogenverbot, Verbot von Hunden u.a. Tieren). Auch ist die Situation in den Notübernachtung oft von aggressiv ausgetragenen Konflikten geprägt (z.B. um die vermeintlich bessere Ecke), Kontrolle durch ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeitende der Einrichtungen. Konflikte, die vor allem Menschen, die mit ihren eigenen inneren Themen und Konflikten beschäftigt sind, einfach zu viel sind. Manchmal gibt es nur eine dünne Isomatte auf dem nackten Betonboden, manchmal noch nicht einmal das, wenn Mensch zu spät kommt (so z.B. in der Lehrter Straße im Souterain). Da ist dann der Platz auf der Straße das geringere Übel. Obdachlosigkeit im Kapitalismus wird zunehmend normalisiert. Damit wird Angst erzeugt. Zweimal die Miete nicht bezahlt, und schon kann man selbst wohnungslos werden. Die Angst sitzt in den Knochen. Wer einmal auf der Straße sitzt, hat es viel schwerer, jemals wieder eine Wohnung zu bekommen. Und bei dieser Situation auf dem Wohnungsmarkt sind auch viele ängstlicher, Wohnungslose aufzunehmen. Mir geht es auch so.

Ich wohne nun ca. 25 Jahre in Neukölln, die zunehmende Anzahl von Obdachlosen finde ich unerträglich. Ich bin in der DDR aufgewachsen, dort gab es zwar auch Wohnungsnot, aber kaum Obdachlose. Das hatte zwei Gründe. Zunächst hätte man Menschen auf der Straße wie Marco wegen „Asozialität“ in den Knast gesteckt oder in die Verwahrpsychiatrie. Das war schlimm. Andererseits war Wohnen keine Ware. Marco wäre gar nicht auf der Straße gelandet. Wahrscheinlich hätte er in Ostberlin still Wohnraum besetzt oder er wäre irgendwo untergekommen. Auch Alkoholiker, Psychiatriebetroffene und Strafentlassene bekamen in Ostberlin Wohnungen. In der Ostberliner Innenstadt gab es damals eine soziale Mischung. Hätte er eine Familie gegründet, wären seine Chancen gestiegen, eine Wohnung durch die staatliche Wohnraumlenkung zu bekommen. Vielleicht im damals beliebten Plattenbau mit Heizung und Bad, denn die Altbausubstanz verfiel. Er wäre jedenfalls nicht obdachlos. Aber ich träume wieder. Einen wirklichen Sozialismus hat es nie gegeben, aber eine andere Eigentumsordnung. Und da ist heute das Problem.

Die Nachbarschaft hat ihm geholfen, wie sie konnte. Von Betroffenen wird bisweilen Nachbarschaftshilfe als unterstützender erfahren als das institutionalisierte Hilfesystem. Marco wollte sich wohl vom Letzteren nicht helfen lassen. Die Sache ist kompliziert.

Aber wo war eigentlich der sozialpsychiatrische Dienst in Neukölln, wo der Gesundheitsstadtrat

Falko Liecke (CDU), der für „psychisch kranke“ Obdachlose zuständig ist, und wo der Sozialstadtrat Jochen Biedermann (Grüne), der sich um Sozialpolitik kümmern sollte?

Kai Venske, Fachreferent für Wohnungslosenhilfe bei der Caritas, sagt „Was die Hilfe für psychisch kranke Menschen auf der Straße angeht, haben wir gerade ein Systemversagen.“(1)

Statt die Obdachlosen zu zählen, sollte man ihnen jetzt Hotelzimmer zur Verfügung stellen.

Denn: „Nach Informationen des Straßenmagazins Hinz & Kunzt sind in den Tagen seit dem Jahreswechsel bereits mindestens vier obdachlose Menschen in Hamburg verstorben… Bereits im vergangenen Jahr sind mindestens neun Menschen auf der Straße verstorben.“(JW 8.1.21)

Und leerstehenden Wohnraum zur Verfügung stellen! (2)

(1) https://www.tagesspiegel.de/berlin/obdachlosenhilfe-in-berlin-der-sozialpsychiatrische-dienst-in-neukoelln-hat-kein-personal/25595254.html

(2) https://www.berliner-obdachlosenhilfe.de/politische-aktionen/

Update vom 11.1.2021

Video auf facebook, 10.1.2021 mit der Rede auf dem gestrigen Gedenken
For MARCO CRKSN our beloved fool!

Update vom 13.1.2021

ein Text von Julia V. 12.1.2021
R.I.P. MARKUS
A message from your neighbor — to everyone who miss you

Neukölln trauert um obdachlosen Musiker
Tagesspiegel Online, 13.1.2021
Vergangene Woche starb der luxemburgische Musiker Marco Reckinger in Neukölln, zuletzt hatte er obdachlos im Schillerkiez gelebt. Dutzende gedachten ihm am Sonntag.

Kiez trauert um verstorbenen obdachlosen Musiker
Berliner Morgenpost Online, 13.1.2021
Marco Reckinger starb am 8. Januar unbemerkt auf der Straße. Sein Tod zeigt, wie schwer es sein kann zu helfen.

Update vom 14.1.2021

Trauer im Schillerkiez: „Sehr viele wollten Marco helfen, aber er blieb stur“
Facetten-Magazin Neukölln, 14.1.2021

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Kiezversammlung 44 am 10. Januar 2021

Es gibt wieder eine neue Ausgabe der Kiezversammlung44 in Neukölln, leider nur Online.
Hier der Aufruf:

Haus verkauft? – Umwandlung in Eigentum? – Probleme die Miete zu zahlen? – Keine Wohnung?
Du willst dich für einen solidarischen Kiez einsetzen?

Dann komm zur Kiezversammlung44!
Sonntag, 10. Januar 2021
12.00 – 14.00 Uhr

(leider) online unter:
https://indigo.collocall.de/fal-o3x-jso-7ie

bei technischen Problemen oder Fragen, schreibe bitte an: info@kiezversammlung44.de

Am 10. Januar sprechen wir unter anderem über:

– Deutsche Wohnen und Co. Enteignen – Wie sammeln wir Unterschriften?
– Häuserkäufe und Share Deals. Wie können wir Druck machen?
– Was können wir gegen Obdachlosigkeit tun? Wie können wir Wohnungslose unterstützen?
– Selbsthilfe bei Stress mit dem Vermieter und der Hausverwaltung
– Bring gerne DEINE Themen ein!

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Für ein besseres Morgen am 30.12

Am 30.12.2020 wird es eine linke Kiezdemo im Wedding geben. Raus aus der Schockstarre, für ein besseres morgen, gegen Leerdenken und Coronaleugner*innen!
Seid dabei! Mobilisiert mit uns! Schreibt einen Redebeitrag! Beteiligt euch!

Mittwoch, 30.12.2020 – 14 Uhr – vom Nettelbeckplatz (S Wedding) bis zum Rosa-Luxemburg-Platz.

Hier der Aufruf auf Indymedia: FCK 2020 – Für ein besseres Morgen

30.12.2020 // 14 Uhr // Nettelbeckplatz (S+U Wedding) Mit Hygienekonzept gemeinsam gegen die repressiven Maßnahmen der Bundesregierung, gegen Verschwörungsideolog*innen und für eine würdevolle Gesundheit, eine gerechte Bildung, Arbeitsrechte, Arbeitsschutz und Kultur.

Coronaleugnung oder #StayTheFuckAtHome:

Wir leben in einer Gesellschaft, die gerade polarisiert zwischen zwei Standpunkten. Die einen klatschen für die Maßnahmen der Bundesregierung, während sie in ihrer Dahlemer Villa mit Garten höchstens Angst um die Dividende haben. Die anderen schließen sich mit Rechtsextremen zusammen und lehnen jede Maßnahme ab, die die individuelle Freiheit beschneidet. Sie haben Angst um ihre kleinbürgerliche Existenz. Beide stehen für das Recht des Stärkeren, beide für eine Gesellschaft, die nach unten tritt und nach oben buckelt.


Am 30. Dezember werden wir für einen anderen, unseren Weg auf die Straße gehen: Wir werden für ein besseres Morgen demonstrieren, das nicht auf dem Recht des Stärkeren oder autoritärer Krisenpolitik beruht! 2020 war für die meisten von uns ein Scheißjahr, wir können es nicht anders sagen. Doch wir müssen endlich raus aus der Starre, wir können nicht länger warten. Der Kapitalismus lässt sich nicht aussitzen! Wir müssen das tun, um für eine würdevolle Gesundheit, für eine gerechte Bildung, für Arbeitsrechte und Arbeitsschutz und für Kultur einzustehen. Viele kämpfen bereits und wir kämpfen mit ihnen: Die Beschäftigten von Amazon streiken! Wir stehen euch zur Seite. Die Beschäftigen von Tönnies schuften unter miserablen Bedingungen weiter. Wir machen uns für euch stark. Der Einzelhandel geht leise dem Untergang entgegen. Schließt euch uns an. Wir sagen Löhne hoch statt klatschen; wir sagen Kultur retten statt Arbeitszwang; wir sagen Lüftungsanlagen für Schulen, nicht nur für Ämter; wir sagen Aussetzung der Miete statt Zwangsräumungen. Wir sagen: kein social Lockdown bevor nicht die Wirtschaft und der Konsum runtergefahren wurden.


Lassen wir 2020 hinter uns und setzen wir den Verschwörungsideologinnen und dem autoritären Staat einen anderen Standpunkt entgegen. Eine linke Alternative, die Freiheit, Gesundheit und Soziale Gerechtigkeit zusammen denkt und nicht gegeneinander ausspielt. Wir wollen weder ein Zurück zur alten Normalität, die bereits durch Unfreiheit und Ungerechtigkeit geprägt war, noch wollen wir zur Verbesserung der Corona-Normalität beitragen, die letztendlich auch nur ein Covid-Kapitalismus ist. Die Aussicht auf ein Ende der Pandemie, das uns dank Impfungen versprochen wird, reicht uns nicht!Aktuell haben sich die reichsten Nationen der Erde, darunter Deutschland, 43% des Impfstoffes gesichert. Ein Ende von Corona bei uns im Kiez, in der Stadt und auf dem Land bedeutet noch lange nicht das Ende dieser weltweiten Pandemie.

Wir sind gegen diese Ungerechtigkeit, die uns als ein Segen verkauft wird.

Wir streiten für eine gerechte und globale Verteilung des Impfstoffes. Unser Schutz darf nicht auf Kosten der Mehrheit der Weltbevölkerung gehen!

Wir halten Distanz und wir schützen uns. Wir gehen auf die Straße. Wir demonstrieren unter freiem Himmel, mit Maske, reisen, wenn möglich mit dem Fahrrad an, wir halten uns an unser Hygienekonzept und passen aufeinander auf.

Um auf sich und andere zu achten, brauchen wir weder Polizei noch Wasserwerfer. Zu Querdenken und anderen Coronaleugner innen gehen wir ganz klar auf Distanz. Unsere Demo ist ein umsichtiger und ein linker Protest. Es gilt, was immer galt: Veränderungen können wir nur gemeinsam und selbst erkämpfen, mit unseren Nachbarinnen, unseren Kolleginnen, Genossinnen und Gefährtinnen.

Deshalb kommt am 30.12. um 14 Uhr zur “FCK 2020 – Für ein besseres Morgen”-Demo zum Nettelbeckplatz!

Die Demo startet am Nettelbeckplatz (S/U Wedding) und geht über Bayer, Habersaathstr. Wirtschaftsministerium, Charité, Hausprojekt Linie206 zur Kundgebung vom Berliner Bündnis gegen Rechts, am Rosa-Luxemburg-Platz.

Sie startet um 14 Uhr. Ankunft zwischen 16 und 17 Uhr. Da bleibt genug Zeit, sich danach an der Knastdemo (18 Uhr, ) zu beteiligen.

Aufgerufen bzw. unterstützt wird von mehreren Antifa-Gruppen, Hausprojekte, Syndikat, die Kiezkommunen und einige mehr.

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