Am Sonntag, den 10. November 2013 um 14 Uhr gibt es einen
Kiezspaziergang gegen Verdrängung und Zwangsräumungen,
organisiert von der Stadtteilgruppe 44 rund um die Hermannstrasse und der Anarchistischen Gruppe Neukölln .

Am Sonntag, den 10. November 2013 um 14 Uhr gibt es einen
Kiezspaziergang gegen Verdrängung und Zwangsräumungen,
organisiert von der Stadtteilgruppe 44 rund um die Hermannstrasse und der Anarchistischen Gruppe Neukölln .

Auf dem Gehweg vor dem Haus Weisestrasse 18 fand sich folgendes Schreiben der Mähren Asset Management GmbH an die Mieter des Hauses. Die haben sich erlaubt, angesichts zunehmender Kündigungen zu einem Mietertreffen einzuladen. Dies führte zu der wütenden Reaktion:
„im Hinblick auf Ihr für kommenden Sonntag anberaumtes „Mietertreffen“ erlauben wir uns den Hinweis, dass wir diese Art der Mobilmachung nicht hinnehmen werden und bereits Anzeige wegen Mobilmachung und Denunzierung sowie Sachbeschädigung infolge der zuvor erfolgten Schmierereien im Haus erstattet haben.“
Wir wären über einen Hinweis über diesen Straftatbestand der Mobilmachung von Mietern dankbar.
Beim Klick auf das Bild gibt es eine grössere, lesbarere Version.
oder Neubau nur für Gutverdiener
Es soll gebaut werden im Norden Neuköllns. Dafür wurden in einer „Wohnbaupotenzialstudie für Berlin-Neukölln“ des Bezirksamtes Neukölln ingesamt 41 Flächen ermittelt, die sich zur Bebauung eignen. Darunter fällt auch das Gelände der ehemaligen Kindl-Brauerei an der Werbellinstrasse, das schon seit langem Objekt vieler , auch gescheiterter, Pläne ist. Nun wurde der Bebauungsplan 8-22ba „Ehemalige Kindl-Brauerei“ am 20.08.2013 durch Rechtsverordnung des Bezirksamtes Neukölln festgesetzt. Unter dem obigen Link sind die Pläne und Begründungen zum Download zu finden.
„Auf den Flächen der ehemaligen Kindl-Brauerei soll – auf der Grundlage des Ergebnisses des städtebaulichen Wettbewerbs sowie des überarbeiteten aktualisierten Masterplans – ein vielfältiges, gemischtes Stadtquartier mit den Funktionen Wohnen, Kultur, Gastronomie, Gesundheitseinrichtungen, Beherbergung und Dienstleistung entstehen.
Der Bebauungsplan sieht daher folgende Nutzungen vor:
Allgemeines Wohngebiet
Mischgebiete
Gewerbegebiet
Sonstiges Sondergebiet „Kultur und Gastronomie“
Sonstiges Sondergebiet „Beherbergung“
Fläche mit besonderem Nutzungszweck „Schank- und Speisewirtschaft“
Zur Sicherung der Erschließung und zur Schaffung eines öffentlichen Stadtplatzes sieht der Bebauungsplan öffentliche und private Verkehrsflächen vor.“
( aus der Begründung, Seite 35 )
Auf dem Gelände des ehemaligen Flohmarktes an der Mainzer Strasse, direkt gegenüber dem Jobcenter Neukölln ist eine „Bebauung mit maximal 6 Vollgeschossen, im inneren Bereich des Baugebiets eine Bebauung mit maximal 5 Vollgeschossen“ vorgesehen.
Ausschnitt des Bebauungsplanes 8-22ba. Beim Klick auf das Bild gibt es eine grössere Version.
Demonstration vom „Bündnis gegen Rassismus“ zum 2. Jahrestag der Aufdeckung der NSU-Morde Aufruf des Bündnisses gegen Rassismus – zwei Jahre nach der Selbstenttarnung des NSU ab Platz der Luftbrücke um 12 Uhr.

Lärmdemo vor dem Energie-Volksentscheid Unsere Miete, unsere Energie, unsere Stadt – in unsere Hand , Treffpunkt Kottbusser Tor um 14:30 Uhr.

Auch in Neukölln floriert das Geschäft mit Ferienwohnungen. Dabei werden dringend benötigte Wohnungen, dem „normalen“ Wohnungsmarkt entzogen.
Das Onlineportal Airbnb listet insgesamt 1276 Unterkünfte für Neukölln und alleine 76 nur für den Schillerkiez im Umkreis der Schillerpromenade( Stand vom 17. Oktober 2013). 26 entfallen in die Kategorie Privatunterkünfte, wo Menschen Zimmer in ihrer Wohnung für Gäste zur Verfügung stellen, der Rest sind Wohnungen, die komplett vergeben werden. Einige Anbieter geben vor, wegen eigener Reisetätigkeit oder sozialen Motiven die Wohnung zu vermieten, aber bei der Mehrheit ist klar, dass es rein kommerzielle Absichten sind, zumal etliche Menschen gleich mehrere Wohnung inserieren.
Einige Beispiele aus den Online-Anzeigen von Airbnb:
Herrfurthstrasse 4: Ralph vermietet „Bildhübsche 80 qm DG-Wohnung“ für 90 € pro Nacht
https://www.airbnb.de/rooms/1548880
Schillerpromenade 7: Pierre (Diplom-Biologe) und Jessy bieten gleich 4 Ferienwohnungen zu Preisen zwischen 39 und 89 € pro Nacht an.
https://www.airbnb.de/rooms/168666
Weisestr. 13: Clemens will für „Gemütliche Zwei-Zimmer-Wohnung“ 50 € pro Nacht (900 € im Monat, eigene Miete ca 400 €)
https://www.airbnb.de/rooms/759887
Eine andere Variante sind sogenannte möblierte Wohnungen. Das geschieht Herrfurthplatz 3 Ecke Schillerpromenade 37 . Dort wurden Mieter gekündigt, die Wohnungen ziemlich schnell renoviert und mit Möbeln eingerichtet. Jetzt werden dort etwa 6 möblierte Wohnungen in Vorderhaus und Hinterhaus (zb. 32 m² für 680 Euro mtl.) angeboten. Die Mindestmietdauer liegt zwischen 2 und 12 Monaten.

weitere Informationen:
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zu sehen auf der Hertabrücke im Norden Neuköllns
– was hat meine Wohnung eigentlich mit dem Kapitalismus zu tun?
Im Kapitalismus werden Häuser und Wohnungen nicht gebaut, damit Menschen darin leben, sondern weil sie verkauft oder vermietet werden können: Weil sie eine Ware sind. Das gleiche gilt übrigens auch für Äpfel, für Medikamente, für Kleidung – für fast alles eigentlich. Dass ich einen Apfel essen kann, wenn ich Hunger habe, oder ein Medikament nehme, falls ich krank bin oder eben in eine Wohnung einziehe, wenn ich keine habe, ist so etwas wie die Nebenwirkung des eigentlichen Zwecks, des Verkaufs einer Ware.
Jetzt könnte man meinen, dass das ja nicht so schlimm sei, wenn wenigstens die Nebenwirkung den eigentlichen Zwecks unsere Bedürfnisse befriedigt. Aber das passiert nur, wenn wir auch dafür bezahlen können. Ein Bedürfnis, das sich nicht in Geld ausdrückt, ist im Kapitalismus bedeutungslos. Deshalb gibt es trotz des immensen Reichtums auf der Welt noch immer Menschen die verhungern, während woanders massenweise Nahrung weggeworfen wird. Und deshalb gibt es auch Menschen ohne Dach über dem Kopf, während gleichzeitig Häuser leer stehen und langsam verrotten. In Spanien lässt sich das gerade besonders gut beobachten: zigtausende Menschen wurden seit Beginn der Krise zwangsgeräumt, also aus ihren Wohnungen geworfen, während im Land über eine Millionen Neubauwohnungen und Häuser leerstehen. Dass jetzt kein Mensch mehr in den Wohnungen lebt – könnte man meinen – nützt eigentlich niemandem. Aber so läuft es halt im real existierenden Kapitalismus. Die Logik, dass nur essen und wohnen darf, wer dafür zahlt, muss um jeden Preis aufrecht erhalten werden, denn sonst funktioniert der Kapitalismus nicht. Die Besitzenden der Wohnungen und Häuser können damit machen was sie wollen. Und alle anderen gucken in die Röhre.
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Emser Strasse 112 fast leer

Weisestrasse 47 leer bis auf zwei Wohnungen

leerer Laden Schillerpromenade Ecke Kienitzerstrasse
Plakatiert im Schillerkiez:

Weitere Infos :
Refugee Struggle For Freedom
(B) Lage der Hungerstreikenden spitzt sich zu – Aktionen zum Tag X
(B) Wenn nicht jetzt, wann dann? Für eine aktive Solidarität mit den Geflüchteten!
Vor und zur Diskussion gestellt:
Das neue Buch von David Harvey „Rebellische Städte“
Referent: Karl-Heinz Schubert (AKKA)
Montag, 21. Oktober 2013 um 20 Uhr
Stadtteil- und Infoladen Lunte
Weisestr. 53 – 12049 Berlin
In seinem im Mai 2013 erschienenen Buch „Rebellische Städte“ schlägt Harvey vor,die sozialen Kämpfe im urbanen Raum mit dem Ziel zu führen, die „Stadt“ in eine „sozialistische“ zu transformieren und durch einen „sozialistischen Städtebund“ den „Sturz der Macht der kapitalistischen Wertgesetze auf dem Weltmarkt“ herbeizuführen.
In der Buchvorstellung wird es zunächst darum gehen, nachzuzeichnen wie David Harvey im Hinblick auf diese strategische (Neu-) Orientierung argumentiert und wie er seine Begründungen aufbaut.Hier muss hervorgehoben werden, dass Harvey den städtischen Kampf nicht auf dem Wohnungskampf reduziert.Zur Diskussion gestellt wird Harveys Sicht der städtischen Klassenstruktur und der damit zusammenhängenden Frage nach der politischen Wirksamkeit von Verteilungskämpfen, die im Rahmen von Harveys strategischem Ziel Vorrang haben.
Weitere Infos:
Das neue Buch von David Harvey „Rebellische Städte“
