Lange Nacht der Weisestrasse bleibt verboten

Info vom Twitter-Account des Syndikats
[18:19] +++BREAKING +++ Der Eilantrag ist abgelehnt. Die Lange Nacht der Weisestraße darf nicht vor dem #Syndikat stattfinden. Damit ist die Rote Zone „rechtmäßig.“ u.A. aus der Begründung: „[…]aufgrund der sehr emotionalen Thematik („zweites Wohnzimmer“)ist die Annahme begründet, dass nicht alle Versammlungsteilnehmer (sic!) den Bereich vor der Weisestraße 56 bis kurz vor der angekündigten Zwangsräumung um 9:00 Uhr verlassen werden.“
Wenn der Grund für dieses Verbot wirklich darin liegt, das unzähligen Menschen ihr zweites Wohnzimmer genommen wird, müssen wir jetzt umso entschlossener zur Langen Nacht der Weisestraße kommen. Das Motto lautet jetzt: Close the Red Zone. Der Gerichtsvollzieher muss da durch! Wir werden ihn nicht lassen. Alles was jetzt folgt hat Innensenator Geisel und die Polizei Berlin mit ihrer Eskalationsstrategie zu verantworten.

Hinaus zur Langen Nacht der Weisestraße! Ab 20 Uhr im #Schillerkiez! #b0608 #b0708

Folgt @syndikat44 auf twitter für aktuelle Infos

Hier einige Bilder von heute:

Syndikat heute morgen
Syndikat heute morgen
Aufbau der Absperrungen ab 12 Uhr
Aufbau der Absperrungen ab 12 Uhr
Weisestrasse menschenleer
Die Weisestrasse menschenleer nach 13 Uhr
Weisestrasse ohne Menschen
Weisestrasse ohne Menschen auch in die andere Richtung
Protest an einem Gewerbeladen Weisestrasse
Protest an einem Gewerbeladen Weisestrasse
Ein Haus protestiert gegen die geplante Räumung
Ein Haus protestiert gegen die geplante Räumung

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Aktuelle Infos Lange Nacht Weisestrasse

Alle Informationen zur Langen Nacht der Weisestraße / All Information to Long Night of Weisestraße
Aktionskarte
Download als PDF Aktionskarte
Die Karte wird gedruckt auf den Kundgebungen / am Infopunkt verteilt.
The map will be spreaded on the rallys / at the infopoint.
english below
Grundsätzlich: Die geplante Kundgebung direkt vor dem Syndikat ist Stand jetzt (11:30 Uhr) immer noch verboten und vor die Hausnummer Weisestraße 59 verlegt. Unsere Eilklage dagegen ist eingelegt. Sollte diese Erfolg haben, versammeln wir uns natürlich vor dem Syndikat. Sollte die polizeiliche Sperrzone auch vor Gericht Bestand haben, wird die Lange Nacht der Weisestraße gesplittet und auf beide Kreuzungen (Selchower – / Weisestraße & Herrfurth- / Weisestraße) verlegt.
Für kurzfristige Änderungen / Neuigkeiten informiert euch über unseren Twitter Account / Telegram Infochannel / Aktionsticker und vor Ort beim Infopunkt oder bei den gekennzeichneten Ordner:innen auf den Kundgebungen.
Infrastruktur:
Info-Telefon (ab ca. 21 Uhr geschaltet):
+49 151-29786572
Infos zum aktuellen Stand, Fragen, Hinweise – bitte sparsam damit umgehen & zuerst zu Infopunkt oder Ordner:innen vor Ort gehen wenn möglich.
Info-Ticker:
Twitter: https://twitter.com/syndikat44
Telegram: https://t.me/syndikat44
Aktionsticker: aktionsticker.org
Ermittlungsausschuss (EA) (ab Freitag, 6 Uhr live, vorher Gesa-Support anrufen!):
+49 30 6922222
Im Falle von Festnahmen. Kümmert sich um Anwält:innen und koordiniert sich mit dem Gesa-Support. Sagt nur euren Namen, euer Geburtsdatum, ggf. wo ihr festgehaltet werdet und ob wem Bescheid gesagt werden soll.
Gesa-Support (ab ca. 21 Uhr geschaltet):
+49 178 7120276
Kümmert sich um Support an den Gefangenensammelstellen (Gesa), empfängt euch nachdem ihr frei gelassen wurdet.
Sanis (ab 20 Uhr)
+49 151 55294323
Kümmern sich um Verletzungen.
Infopunkt
Café Karanfil (Weisestraße 3 / offen ab Donnerstag 20 Uhr)
Infos, Klos, Wasser, Toiletten, Sanis
Weiterlesen

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Polizei will direkten Protest gegen Syndikat-Räumung verhindern

Pressemitteilung vom Syndikat
PM: Vor der Syndikat-Räumung: Polizei versucht direkten Protest zu verhindern
+++ Kundgebung zur „Langen Nacht der Weisestraße“ darf nicht direkt vor dem Syndikat stattfinden +++ abgesperrte Polizeizone in der Weisestraße ab Donnerstag Mittag angekündigt +++ Eilverfahren wird angestrengt +++
[Update 14:03]: Der Anmelder versucht seit mehreren Stunden erfolglos die Versammlungsbehörde zu erreichen, um den schriftlichen Auflagenbescheid zu erhalten, der für eine Klage nötig ist. Es soll offensichtlich seitens der Behörden versucht werden, eine juristische Prüfung dieses skandalösen Vorgehens mit allen Mitteln zu verhindern.
Vor dem angekündigten Räumungstermin gegen die Kiezkneipe Syndikat am 7. August um 9 Uhr, sollte bereits am Abend davor in einer „Langen Nacht der Weisestraße“ dagegen protestiert werden. Die Kundgebung, direkt vor der Weisestraße 56, wurde von 20 – 10 Uhr des Folgetages angemeldet. Nachdem die Berliner Polizei fast 2 Wochen lang keinen Kontakt mit dem Anmelder aufnahm, war die Versammlungsbehörde in den letzten Tagen selbst für dessen Anwalt nicht erreichbar. Dennoch erging heute ein Auflagenbescheid, der den Protest in der geplanten Form unmöglich macht.
Die Kundgebung soll nahe des Kreuzungsbereichs Selchower- / Ecke Weisestraße verlegt werden. Die Polizei hat angekündigt bereits ab Donnerstag Mittag, also fast 24 Stunden vor dem angekündigten Räumungstermin den gesamten Straßenbereich vor dem Syndikat abzusperren.
Dabei spricht vieles für eine bewusste Verzögerungstaktik seitens der Polizei. Die Kundgebung wurde am 17.07. ordentlich angemeldet. Am 20.07. bezweifelte die Versammlungsbehörde den politischen Charakter der Versammlung, woraufhin ein umfangreiches Konzept übersandt wurde. Danach meldete sich die Behörde bis zum 04.08. nicht und danach auch nur nach mehrmaligen Kontaktversuchen. Ein Kooperationsgespräch mit der Bereitschaftspolizei, verbunden mit den erwähnten Auflagen, wurde erst am heutigen 05.08. angeboten.
Dazu Lukas Selchow, ein Sprecher des Syndikat-Kollektivs: „Wenn ein Kooperationsgespräch über 2 Wochen hinausgezögert wird, das mit solch drastischen Einschränkungen der geplanten Versammlung verbunden ist, drängt sich stark der Verdacht auf das hier eine ordentliche juristische Prüfung von fragwürdigen polizeilichen Entscheidungen aufgrund der Kürze der Zeit unmöglich gemacht werden soll.“
Zur allgemeinen Einordnung sagt Selchow weiter: „Diese Entscheidung ist erneut ein Armutszeugnis des rot-rot-grünen Senats. Der eigentliche Skandal ist, das diese Räumung einer nachbarschaftlichen Institution, zugunsten eines steuervermeidenden, anonymen Briefkastenfirmennetzwerks überhaupt stattfinden soll. Dass sich der gesamte Senat seit Wochen in dieser Causa wegduckt und nun auch noch kurzfristig direkten Protest am Ort selbst verhindern möchte, ist an Elendigkeit fast nicht mehr zu überbieten. Derselbe Senat, der sich stets die „soziale Stadt“ auf die Fahnen schreibt und seine Nähe zu aktiven Mieter:innen und stadtpolitischen Initiativen betont, tut nun alles dafür, diese aktiv anzugreifen.“
Zum weiteren Vorgehen sagt Selchow: „Wir werden diese Entscheidung nicht akzeptieren. Direkter Protest am Ort des Geschehens muss möglich sein. Wir werden gegen den Auflagenbescheid in einem Eilverfahren vorgehen. Auch für kommende Proteste gegen Zwangsräumungen ist es wichtig das diese unsägliche Taktik mit tagelangen Polizeizonen, aktiven Protest zu verhindern in Berlin nicht zur gängigen Praxis wird.“

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Polizei verbietet lange Nacht der Weisestrasse

Die Polizei will Proteste gegen die geplante Räumung der Kiezkneipe Syndikat in der Weisestrasse in Neukölln möglichst weit verhindern.
Infos vom Twitter-Account des Syndikats um 10:27 Uhr
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+++ EIL +++ Cops wollen Lange Nacht der Weisestraße unmöglich machen +++ Straße vor dem Syndikat soll ab morgen Mittag zur abgesperrten Polizeizone werden +++
Nachdem die Versammlungsbehörde mehrere Tage nicht erreichbar war, wissen wir nun was die Strategie der Cops ist. [1/3]
Die angemeldete Kundgebung zur „Langen Nacht der Weisestraße“, direkt vor dem Syndikat, soll nah an die Kreuzung Selchower- / Weisestraße verlegt werden. Angekündigt wurde eine totale Absperrung der Straße ab morgen Mittag. (!!) [2/3]
Das werden wir so nicht hinnehmen. Sobald wir den schriftlichen Auflagenbescheid haben, werden wir dagegen in einem Eilverfahren klagen. Verbreitet die Info & haltet euch auf dem Laufenden.
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Schon seit Ende letzter Woche hat sich die Polizeipräsenz in den Strassen rund um die Weisestrasse erheblich erhöht. Fuhren sonst alle paar Stunden mal Streifenwagen durch die Gegend, sind nun gefühlt stündlich Streifenwagen und auch Wannen unterwegs
Bereits am Montag(3.8.) und gestern (4.8.) wurden Parkverbotsschilder in der Weisestrasse aufgestellt, die den Bereich von der Selchower Str. bis zur Herrfurthstrasse betreffen. Das Parkverbot soll gelten von Donnerstag(6.8.) bis Freitag(7.8.) um 14 Uhr. Gewerbetreibende wurden von der Polizei informiert, das dann kein Lieferverkehr möglich sei.
Parkverbot vom 6. bis 7. 8. Weisestrasse
In der Nacht wurden auch Infozettel an die Haustüren verklebt „Sommer,Sonne,Sperrmüll“ , die zur Spermüll-Sonderaktion am Freitag ab 7 Uhr aufrufen. Das Ordnungsamt läuft rum, um die Zettel abzureissen.
Flyer Sommer,Sonne,Sperrmüll” /><br />
Im Kiez kursiert auch ein Aufruf zum Globalen Tag des Bieres am 7.8.2020, siehe Foto.<br />
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Update um 12:30 Uhr vom Twitter-Account des Syndikats
Bei der Chronologie der Anmeldung der „Langen Nacht der Weisestraße“ bis zum Verbot drängt sich den Verdacht auf, dass Versammlungsbehörde und Cops bewusst verzögert haben um eine ordentliche juristische Prüfung einer mehr als fragwürdigen Entscheidung unmöglich zu machen.
Die Kundgebung wurde am 17.07. angemeldet. Am 20.07. hat die Versammlungsbehörde den politischen Charakter der Veranstaltung bezweifelt, woraufhin ihr ein umfangreiches Konzept übersandt wurde.
Danach herrschte bis gestern, also über 2 Wochen lang, Funkstille und die Versammlungsbehörde war die letzten Tage auch nicht für den Anwalt des Anmelders erreichbar.
Das dem Anmelder erst heute ein Kooperationsgespräch angeboten wurde, was mit den bekannten, erheblichen Einschränkungen verbunden sein soll, gegen die nun nur noch sehr schwierig juristisch vorgegangen werden kann, ist an Elendigkeit kaum zu überbieten und ein Armutszeugnis für den rot-rot-grünen Senat.
Update [13:28]: vom Syndikat44
Der Anmelder versucht seit Stunden die Versammlungsbehörde zu erreichen, um einen schriftlichen Auflagenbescheid zu erhalten, ohne den nicht geklagt werden kann. Behörde ist auf Tauchstation. Verzögerung geht weiter. #SyndikatBleibt #b0608 #b0708
Update um 14 Uhr
Solidarische Aktion Neukölln zum Verbot lange Nacht d. Weisestrasse
5.8.2020 13:13 Uhr
Es wird immer besser. Um den Räumungstitel eines briefkastengetarnten Immoimperiums durchzusetzen, werden @RegBerlin & @derInnensenator ein zweitägiges Sperrgebiet einrichten. Die Räumungskosten gehen in die Millionen. Funfact dabei: #PearsGlobal zahlt noch nicht mal Steuern.
Euer Auftritt ist kein Stück besser als zu Henkels Zeiten, Rot-rot-grün @LinksfraktionB @GrueneFraktionB @spdfraktionbln . Stellen wir euch gerne eine Urkunde für aus. Krass auch, wie man ein so großes öffentliches Interesse nicht nur ignorieren, sondern offen missachten kann.
Nicht nur haben sich Tausende in der Nachbarschaft für das #Syndikat ausgesprochen, mit der #bvvnk auch die parlamentarische Vertretung von mehr als 300.000 Menschen in #Neukölln. Dagegen verwehrt sich Pears gegen jede Kommunikation und Suche nach einer konstruktiver Lösung.
Während das geschrieben wird, erfahren wir, dass die Polizei heute Geschäftsinhaber:innen dazu drängt, morgen ihre Läden zu schließen. Beschweren könne man sich ja beim Syndikat. Dabei auch Zusammenarbeit mit OA @derjochen und @martinhikel . Dazu werden die Plakate für die Kundgebung von der Polizei abgerissen. Polizeistaat in Aktion. Alles in allem ein Trauerspiel seitens dieser Regierung. Deswegen umso mehr: heute Abend 19 Uhr interkiezionale Vollversammlung in der Køpi, morgen lange Nacht der Weisestraße #b0608.
Artikel in taz Online von Gareth Joswig
Bannmeile um Berliner Kneipe Syndikat – Vorgezogene Sperrstunde
taz Online, 5.8.2020
Die Versammlungsbehörde will wohl verhindern, dass die Demo gegen Räumung direkt vor dem Syndikat stattfinden kann. Das Kollektiv will dagegen klagen.

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Aufruf Berliner Gemeinschaftsgärten zur Langen Nacht der Weisestraße

Das seit 35 Jahren bestehende Kneipenkollektiv Syndikat soll am Freitag 07. August 2020 geräumt werden. Wir schätzen das Syndikat als Raum des Miteinanders, wo es nicht um Profit, sondern vor allem um Begegnung und Austausch geht. Ein wichtiger sozialer Treffpunkt im Kiez – wie auch viele Gemeinschaftsgärten.
Solche Orte sind einer neoliberalen Stadtentwicklung ein Dorn im Auge – auch Gärten wie das Himmelbeet und die Prachttomate müssen um ihren Raum in der Stadt kämpfen. Der seit Jahren gewachsene Permakulturgarten Weiße Rose musste aufgrund der Unfähigkeit der Spandauer Bezirksverwaltung am 22.07.2020 geräumt werden.
Wir schließen uns dem Aufruf zur Langen Nacht der Weisestraße am 6. August ab 20 Uhr an.
Räumung is nich!
Für die selbstorganisierte Stadt von Unten!
Freiräume verteidigen!

lange Nacht der Weisestrasse
Netzwerk Urbane Gärten Berlin
Himmelbeet
Prachttomate
Prinzesinnengarten Kollektiv
Common Grounds e.V.
Love local pears - hate Pears Global
Quelle: Gemeinschaftsgarten Prachttomate

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Kiezdemo gegen Räumungen am 7.8.2020

Aufruf zur Kiezdemo gegen Räumungen
Fr. 7.8.2020 um 17 Uhr
Syndikat bleibt!

Wir wollen uns mit der eventuellen Räumung der Kiezkneipe Syndikat in der Weisestrasse 56 nicht abgeben. Wir protestieren gegen die Zwangsräumung von Menschen aus ihren Wohnungen und Läden.
Wir bleiben dabei, dass kein Staat und keine Gewalt zur Absicherung von Profiten uns davon abhält, solidarisch und unkommerziell für unsere Träume zu kämpfen!
Für eine solidarische Stadt von unten!
Gegen die Stadt der Reichen!
Für den Fall, dass die Kiezkneipe Syndikat am 7.8. geräumt wird:
Angemeldete Demonstration, um allen Menschen die Möglichkeit zum Protest zu geben als Ergänzung zur Tag X Sponti um 21 Uhr:
Freitag, den 7.8.2020 um 17 Uhr , Herrfurthplatz
17 Uhr Auftakt: Herrfurthplatz, Aufzug Herrfurthstrasse – Weisestrasse – Selchower Str. – Hermannstrasse – Hermannplatz – Sonnenallee – Erkstrasse -Karl-Marx-Strasse – Flughafenstrasse -Hermannstrasse Ende Ecke Werbellinstrasse
Solidarische Nachbarn aus dem Kiez
Reclaim Our City
Reclaim Our City – Transparent in der Weisestrasse

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Presseerklärung zur Demo am 1.8.2020

Eine erste Erklärung der Interkiezionale zur Demo vom 1.8.2020:
PM: Erfolgreiche Demo trotz Polizeigewalt
In der ersten Auswertung der Demo vom 01.08. haben wir die Demo grundsätzlich als erfolgreich empfunden. Anbei eine erste Pressemitteilung. Ein Text mit einer ersten kürzeren Auswertung folgt in den kommenden Tagen.

Pressemitteilung der Interkiezionalen
Berlin, 3. August 2020
Am Samstag, den 01.08., fand unter dem Motto „Raus aus der Defensive“ eine wütende und kraftvolle Demonstration statt. Die Demonstration richtete sich gegen die angekündigten Räumungen linker Projekte, wie die des Syndikats, der Meuterei, der Potse und der Liebig34. Sie wollte zudem ein Zeichen gegen den Rechtsruck und den immer autoritärer werdenden Staat setzen [1]. Der Demozug von 3.000 Menschen (Zählung 20:18) wurde nach einem Viertel der Demoroute von der Polizei attackiert und zerschlagen. Später zog eine wütende Spontan-Demonstration durch den Prenzlauer Berg die zeigte, dass die Polizei die Proteste nicht unterbinden konnte.
Das Interkiezionale-Bündnis aus bedrohten Projekten und Unterstützer*innen wertet die Demo als einen Erfolg. Getreu dem Motto „Raus aus der Defensive“ gelang es durch die aktive Teilnahme vieler soldarischer Menschen, der Demonstration einen widerständigen Ausdruck zu verleihen und sich durch die Angriffe der Polizei nicht die Straße nehmen zu lassen. Stattdessen machte die Demonstration auf Orte der Verdrängung aufmerksam und brachte ihre Wut gegen die alltägliche strukturelle Gewalt durch Polizei und Kapital auf die Straße. Orte wie das Jobcenter, das SPD-Büro oder der Luxusneubau an der Flughafenstraße wurden markiert.
Die Räume für die am Samstag protestiert wurde, sind auch Räume antifaschistischen Widerstands [2]. Die Verteidigung dieser Räume geht einher mit dem Kampf gegen rechte Hetze und Ideologie, wie sie am Samstag Vormittag von Faschist*innen und Verschwörungsideolog*innnen verbreitet wurden. Dazu Robyn Schmiz: „Wir haben uns am Samstag als Antifaschist*innen zu sehr auf unsere Demonstration konzentriert, und dadurch den Gegenprotest gegen die rechten Versammlungen am Vormittag wahrscheinlich geschwächt. Die brutale Auflösung unserer Demonstration, im Gegensatz zu der Behandlung der Faschist*innen mit Samthandschuhen, verdeutlicht hingegen mal wieder die politische Motivation der Polizei“.
Für das Interkiezionale-Bündnis ist die Demo nur ein Teil der Offensive, um die angedrohten Räumungen zu verhindern. So wird bereits am Donnerstag wieder zu Protesten gegen die angekündigte Räumung des Syndikats aufgerufen [3]. Im Rahmen dieser Offensive wird es auch eine kraftvolle Aktionswoche vom 7.-13. September geben. Das Bündnis ist entschlossen, die bedrohten Projekte mit allen nötigen Mitteln zu verteidigen.
[1] Aufruf zur Demonstration
[2] Antifaschistischer Aufruf zur Verteidigung bedrohter Projekte :
[3] Aufruf zu Tag X
Quelle: PM: Erfolgreiche Demo trotz Polizeigewalt

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Medien-Echo zur Interkiezionale Demo 1.8.2020

Eine Sammlung von Presseartikeln usw. zur gestrigen Demo „Raus aus der Defensive“ im Schillerkiez in Neukölln.
Wird noch ergänzt.
Gewalt gegen Räumungsgegner
junge welt, 3.8.2020
Demo für Erhalt linker Kiezkneipe in Berlin brutal aufgelöst.
Linke Demo wird zerschlagen
nd, 3.8.2020
Polizei setzte bei Protest gegen geplante Räumung der Szenekneipe »Syndikat« einen Hubschrauber ein und war mit mehreren Hundert Beamt*innen im Einsatz.
Die Polizei hat fertig
nd, 3.8.2020
Kommentar: Claudia Krieg kann die Glaubwürdigkeit der Beamten nur noch anzweifeln.
Ausschreitungen bei Demo gegen Räumung der Kiezkneipe „Syndikat“
RBB Abendschau, 2.8.2020
Bei einer Demonstration gegen die geplante Räumung einer Szene-Kneipe in Berlin-Neukölln ist es am Samstagabend zu Ausschreitungen gekommen. Einer der größten Proteste der linksautonomen Szene in letzter Zeit.
Auf Konfrontation aus
tageszeitung, 2.8.2020
2.500 Menschen demonstrieren für den Erhalt linker Projekte wie dem „Syndikat“. Kurz nach dem Start kommt es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei.
Linksautonome randalieren in Neukölln und Prenzlauer Berg
Berliner Zeitung Online, 2.8.2020
Die Demonstranten protestierten gegen die drohende Räumung einer Kneipe. Dabei wurden Barrikaden gebaut und Polizisten verletzt.
Ausschreitungen bei Demo für Kiezkneipe „Syndikat“
RBB 24 Online, 2.8.2020
Bei einer Demonstration anlässlich der angekündigten Räumung der linken Kiezkneipe „Syndikat“ in Berlin-Neukölln ist es am Samstagabend zu Ausschreitungen gekommen. (mit Video )
„Irrer Protest“ auf der Straße des 17. Juni und Ausschreitungen in Neukölln
Tagesspiegel Online, 2.8.2020
Linke protestieren gegen Räumungen + In Mitte demonstrierten 20.000 Menschen gegen Corona-Regeln + Der Newsblog zu den Großdemonstrationen zum Nachlesen.
Linken-Demo nach Gewalt beendet – Randale in Prenzlauer Berg
Berliner Morgenpost, 2.8.2020
Bei der Demonstration „Raus aus der Defensive“ in Neukölln ist es zu Ausschreitungen gekommen. Polizisten wurden angegriffen.
Demo gegen Räumung von Berliner Szene-Kneipe
Bild Online, 1.8.2020
Links-Chaoten ziehen Spur der Verwüstung durch Neukölln
Fotogalerien
01.08.2020 – Berlin – Interkiezionale-
PM Cheung, 2.8.2020
Über 1.500 Menschen sind am Abend des 01.08.2020 in Berlin-Neukölln auf die Straße gegangen, um für den Erhalt von selbstverwalteter Räume und Projekte zu demonstrieren.
Demonstration für den Erhalt bedrohter Linker Projekte
Björn Kietzmann, 2.8.2020
Wenige Tage vor dem angesetzten Räumungstermin der linken Kiezkneipe Syndikat protestierten Autonome am Abend in Berlin-Neukölln für den Erhalt des Syndikats und anderer bedrohter linksradikaler Projekte.
B0108 Raus aus der Defensive
Ruben Dörfler, 2.8.2020
Gestern fand in #Berlin-Neukölln eine Demonstration gegen die drohenden Räumungen von linken Projekten.Hier eine Fotostrecke von mir.
Videos auf Twitter und Youtube
Gerade auf der #hermannstraße #RausAusDerDefensive #interkiezionale
Fiona Wiedmann, 1.8.2020
Police Brutality
Update um 22:30 Uhr.
Der Account von Fiona Wiedmann und das Video sind gelöscht worden. Jetzt zu sehen bei Ferat Koczak:
Police Brutality , Hermannstr. 1.8.2020 20:40 Uhr
Krawall in Neukölln
Supernova – Das Leftstyle Magazin, 2.8.2020
Eigentlich sollte gestern die #Interkiezionale-Demo durch Neukölln laufen, um gegen die Räumung der Kiezkneipe #Syndikat zu protestieren. Stattdessen löste die Polizei die Demo auf.
Hier auf Youtube zu finden:

Germany: Left-wing activists scuffle with police in Berlin
Ruptly TV, 1. 8.2020
Radioberichte
Radiobericht über Demo gegen Berliner Zwangsräumungen
Radio Aktiv Berlin, 2.8.2020
..
Während die Berliner Polizei am Vormittag einen vergleichsweisen Kuschelkurs gegen Corona-Leugner*innen und Faschist*innen des gesamten rechten Spektrums in der Berliner Innenstadt anbot, wählte sie hier eine
andere Rangehensweise und löste die Demo nach ca. 40 Minuten gewaltsam auf. Was dort trotzdem gesagt wurde und wie die Stimmungslage der Nachbarschaft eine knappe Woche vor der drohenden Räumung des Syndikats ist, hört ihr in diesem Beitrag.

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Termine fürs Syndikat

Alle Termine und Infos bis zum 1. Räumungsversuch der Kiezkneipe Syndikat in Neukölln am 7. August auf einen Blick. Es ist nicht auszuschließen das kurzfristig noch mehr dazu kommt. Haltet euch also auf jeden Fall auf dem Laufenden.
29.07. | 19 Uhr | Köpi-Hof (Köpenicker Straße 137) :
Infoveranstaltung / Projekte Update, letzte Demo-Infos, Tag X, Aktionswoche / Demo September, Diskussion.
30.07. | 20 Uhr | vor dem Syndikat : Videokundgebung / Aus vergangenen Zwangsräumungen lernen (vom Bündnis Zwangsräumung Verhindern!)
31.07. | 16 Uhr | Weise- / Ecke Herrfurthstrasse : Kiezkultur von Unten! – live, umsonst und draußen. Live-Acts, Lesung, Redebeiträge, Infotische .
01.08. | 20 Uhr | Herrfurthplatz : Demonstration “Raus aus der Defensive!” Syndikat, Liebig34, Potse, Meuterei und Rigaer94 bleiben!
02.08. | 11-17 Uhr | vor dem Haus 104 / Tempelhofer Feld : Blockade Training / Theorie und Praxis erlernen vom Bündnis Zwangsräumung verhindern
06. / 07.08. | 20-10 Uhr | vor dem Syndikat : Lange Nacht der Weisestraße Zusammen kommen – widerständig sein – Räumung is nich!
7.08. sehr früh Aufruf von solidarischen Nachbar:innen
Termine fürs Syndikat
Info-Kanäle:
Blog: syndikatbleibt.noblogs.org
Twitter: twitter.com/syndikat44
Telegram: t.me/syndikat44

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26.7. Aktionstraining: Klimagerechtigkeit und Häuserkampf verbinden – Syndikat Räumung verhindern!

Freund:innen aus der Klimagerechtigkeits-Bewegung organisieren am 26.07.2020 von 12 – 18 Uhr ein Aktionstraining auf dem Tempelhofer Feld:
Klimagerechtigkeit und Häuserkampf verbinden – betroffen sind einige, gemeint sind unsere Räume für Utopien.
Aktionstraining auf dem Tempelhofer Feld
Liebe Menschen,
am Sonntag, den 26.07.2020 von 12 – 18 Uhr möchten wir ein Aktionstraining und Austauschraum schaffen mit Bezug zur Räumung der Kiezkneipe “Syndikat” am 07. August, 09 Uhr. Das Training findet Tempelhofer Feld vor dem Haus 104 statt.
Seit Jahren wollen die Immobilienhaie unsere Stadt verschlingen. Krasse Mieterhöhungen, Kündigungen oder Verweigerung von Instandhaltung durch Hausverwaltungen: Mal trifft es Freund*innen, mal die Renter*in von nebenan, die Lieblings-Pizzeria, den Späti um die Ecke oder unsere Lieblingskneipe – Freiräume, wo wir unsere Utopien und den Systemwandel von Klimagerechtigkeit über Antifaschismus und Gendergerechtigkeit sowie vieles mehr einfach miteinander leben können. Das betrifft einzelne, aber gemeint sind wir alle. Denn Pears Global handelt allein nach kapitalistischen Interesse, giert nach mehr Profit und reproduziert ein zerstörerisches System, was den Reichen in die Hände spielt. Pears Global hat letztes Jahr das Syndikat gekündigt ohne Angaben von Gründen, ohne auf Briefe, Mails oder Anrufe zu reagieren. Kapitalisten, die machen, was sie wollen. Das lassen wir uns nicht bieten. Das lassen wir so nicht stehen. Syndikat verteidigen.
Am 26. Juli möchten wir dafür ein Aktionstraining zum Austausch initiieren, um vorbereitet in die Aktion zu gehen. Einige von euch waren vielleicht schon einmal bei einer Aktion zivilen Ungehorsams an Orten der Zerstörung, doch hier wollen wir uns auch darüber austauschen, wie wir in den Prozess einer Räumung gut vorbereitet gehen können, was Repression für uns bedeuten kann, aber auch ganz grundlegend wie wir uns in Aktionen zivilen Ungehorsams verhalten möchten und können. Dafür bitten wir euch pünktlich zu sein, ggf. schonmal eine Gruppe von Menschen, Freund*innen und Verwandten mitzubringen, sowie was zu Essen für unsere Mittagspause. Da wir auf jeden Fall auch draußen trainieren, bringt feste Schuhe und ggf. Regenkleidung mit. Wichtig ist uns auch, dass wir in Zeiten von Corona auf Abstand halten und unsere Masken dabei haben. Insbesondere dabei und für das gesamte Training gilt, dass wir auf Grenzen der anderen Menschen achten und diese auch akzeptieren. Alle sind willkommen, außer Cops.
Bitte sagts weiter und schickt das an eure Verteiler (Email, Telegram-Gruppen, Signals..)
Quelle: https://syndikatbleibt.noblogs.org/post/2020/07/18/26-07-12-18-uhr-aktionstraining-klimagerechtigkeit-und-hauserkampf-verbinden-syndikat-raumung-verhindern/

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