
Heute, 20 Uhr, Eldenaer Straße/Proskauer Straße!
Zeigen wir der Stadt der Reichen, den Bütteln des Staates und den konsumorientierten Touris auf der Route, was wir von ihnen halten!
Für mehr rebellische Nachbar*innen, solidarische Kieze und die Stadt von Unten!
Update vom 23.4.2017:
Nach zähem Anfang beteiligten sich doch etwa 1000 Menschen an der Demo, die tatsächlich bis zum Hermannplatz ging, wo sie gegen 23:30 Uhr endete.
Berichte aus den Medien:
Trümmertanz-Demo von Linksautonomen
RBB-Aktuell, 22.4.2017
TV-Bericht über die Demo.
Hunderte demonstrieren für Kiezladen „Friedel54“
Rbb-Online, 23.04.2017
Immer wieder sorgen in Berlin Kündigungen angestammter Geschäfte oder sozialer Einrichtungen für Proteste. Auch der Neuköllner Kiezladen „Friedel54“ soll weichen. Gegen die bevorstehende Räumung demonstrierten am Samstagabend hunderte Menschen.
„Friedel 54“ Knapp tausend Menschen demonstrieren gegen Räumung des Kiezladens
Berliner Zeitung Online, 23.04.2017
Mehrere hundert Menschen haben in Berlin gegen die Räumung eines linken Kiezladens in der Friedelstraße 54 in Neukölln demonstriert
Linke demonstrieren in Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln
Berliner Morgenpost Online, 23.04.2017
Fast 1000 Teilnehmer kamen zu der Demo. Die Polizei spricht von teilweiser aggressiver Stimmung. Zwei Beamten wurden leicht verletzt.
Massives Polizeiaufgebot eskortiert Kiezdemo
neues deutschland, 24.4.2017
Rund 1500 Menschen forderten den Erhalt bedrohter linker Projekte und wandten sich gegen Immobilieninvestoren.
Die Kieze stehen zusammen
taz, 24.04.2017
Mehrere hundert Menschen ziehen am Samstag von Friedrichshain nach Neukölln und protestieren gegen steigende Mieten.
Fotos von neuköllnbild auf flickr 22.04.2017 berlin-friedrichshain, kreuzberg und neukölln: interkiezionale demonstration.
„Dürfen wir bitten?“
Aufruf der Friedel54 zur interkiezionalen Demonstration am 22.April 2017
Dies ist eine Aufforderung zum Tanz… Die Aufforderung an einem subversiven Akt teilzunehmen, der zynisch und rebellisch zugleich ist. Tanzt mit uns den Trümmertango.
Aufgefordert sind alle, die Angst haben. Alle, die Angst vor Verdrängung, Polizeigewalt, Kontrollen, Bürokratie, Jobverlust, Abschiebung, oder rechter Gewalt haben.
Am 22. April wird eine Demonstration durch Friedrichshain und Kreuzberg bis nach Neukölln ziehen. Sie wird nicht marschieren, gehen, latschen… Sie wird tanzen. Und zwar auf den Verhältnissen, auf den Nasen der Herrschenden, die nicht einmal sich selbst beherrschen und auf den Trümmern einer Stadtpolitik, die weder sexy noch sozial ist.
Dies ist eine Aufforderung zum Tanz… Ein Tanz der Verlierer*innen dieses Systems und all derjenigen, die nicht solche werden wollen. Ein Tanz, auf den hohlen Phrasen der Politik, die – egal in welcher Farbe sie sich kleidet – sich doch dem Prinzip von Markt und Konkurrenzkampf zu unterwerfen hat -, will sie erfolgreich und geduldet sein. Denn seien wir ehrlich: Von der Politik ist nichts zu erwarten. Natürlich, die Politik hat sich irgendwann dazu herabgelassen, Instrumente wie die Mietpreisbremse oder den Milleuschutz zu verabschieden. Wir können es auf den Satz herunter brechen: Zu wenig, zu spät! Die Mietpreisbremse hat soviele Schlupflöcher, das selbst ein schweizer Käse neideisch darauf blickt. Der Milleuschutz kommt, dort wo er dann doch mal angewendet wird, gefühlte 10 Jahre zu spät und wird meist so lange diskutiert und, wie in Nordneukölln, in der realen Umsetzung so lange heraus gezögert, dass auch der größte Schnarchnasenbesitzer noch seine Schäfchen ins Trockene bringen konnte.
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