Tolle Bewegungsfreiheit!

Ein weiterer Bericht zur gestrigen „Öffnungsfeier“ des „Tempelhofer Parks“.
Gestern wurde das Tempelhofer Feld „geöffnet“, es nennt sich jetzt Park. Geändet hat sich bisher aber anscheinend wenig, denn von der viel beschworenen Bewegungsfreiheit war gestern kaum etwas zu spüren. Einige Hundertschaften der Berliner Polizei, haufenweise Zivis und eine Horde Hooligans, die sich selbst Sicherheitsdienst nannten, sorgten dafür dass die wenigen Menschen die auf das Feld gelangten sich wohl wie im Juni vergangenes Jahres fühlten, wo die Polizei bereits eine selbstorganisierte Öffnung des Geländes mit Gewalt verhinderte.

Die Initiativen die sich kritisch mit der Entwicklung des ehemaligen Flughafens und den agrenzenden Gebieten auseinandersetzen, hatten keine Möglichkeit die BesucherInnen des Feldes über die Problematik der Senatsplanung zu informieren. Die Grün Berlin GmbH – die Betreiberfirma des „Parks“ sprach mehrere Hausverbote an Personen aus, die unliebsame Informationen an die Menschen auf dem Feld verteilten. Auch Infostände wurden von der Grün Berlin GmbH mit tatkräftiger Hilfe der Berliner Bullen verhindert. So nahmen die Führungskräfte der Parkverwaltung die Flyer der Initiative „reclaim Tempelhof“ unter die Lupe und entschieden sich nach eingängigem Studium für die Zensur. Ob in Zukunft auch bestimmte Literatur im Park verboten sein wird, bleibt abzuwarten. Nachdem es den kritischen Initiativen aus dem Kiez jedenfalls nicht möglich war einen Infostand oder ähnliches durch zu führen, wurden dann auch die Leute vom Gelände geschmissen, die einfach nur selbst gemachte Flyer verteilen wollten.
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Makler im Schillerkiez

In der taz hat am 4. Mai eine neue Serie taz-Serie Schillerkiez begonnen. In einer Art Langzeituntersuchung will die taz die Veränderungen im Schillerkiez in den nächsten Jahren beobachten. Den Auftakt bildete ein Artikel Ein Stadtviertel vor dem Abheben mit einem Überblick.
“ Die Öffnung des Tempelhofer Flugfeldes als Park wertet den angrenzenden Schillerkiez auf. Bisher gilt er als Problemviertel mit hoher Arbeitslosigkeit. Nicht alle Anwohner freuen sich über die Entwicklung.“
Besonders interessant ist ein heute erschiener Text Makler entdecken Schiller.
Er schildert am Beispiel der Lichtenradener Str. 32, wie Verdrängung funktioniert, Bewohner aus dem Haus geklagt werden und wie Immobilienfirmen, in diesem Fall die Tarsap, ihr Geschäft machen.
Wie die Zukunft für den Schillerkiez aussehen soll, bringt der Neuköllner Stadtbaurat Thomas Blesing (SPD) im Tagesspiegel Tempelhof bleibt Volkswiese bis 2017 auf den Punkt:
„Für das Neuköllner Quartier wünscht sich der dortige Baustadtrat Thomas Blesing (SPD) eine „hochwertige, lockere Bebauung“, die Wohlhabende anlocken und auf den Schillerkiez abstrahlen soll.“

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Kameraspaziergang Neukölln 7.5.

Ein Aufruf des [SaU] – das Seminar für angewandte Unsicherheit :

Freitag 7.5.2010
16 Uhr Treffpunkt: Hermannstr/Okerstr (U-Bhf Leinestr)

Nachdem wir zuletzt in Friedrichshain gesehen haben, wie (Kamera-)Überwachung, Sicherheitsarchitektur und Gentrifizierung zusammenhängen, lädt die [SaU] – das Seminar für angewandte Unsicherheit – nun zu einem Kameraspaziergang im Neuköllner Norden ein, um diese Zusammenhänge auch hier aufzuzeigen. Eine besondere Rolle spielt dabei die für den 8.5. geplante „Öffnung“ des Tempelhofer Flughafengeländes. In diesem Kontext ruft das Bündnis „Reclaim Tempelhof“ zur Besetzung auf.

Neben dem engmaschigen Überwachungsnetz in Neuköllner Läden schauen wir uns dabei u.a. die Rolle des Quartiersmanagements an, das bei der Umstrukturierung des Kiezes wesentlich ist. Mit einer „Task Force wollen sie bspw. im Schillerkiez „aufräumen“, was nicht in das Bild eines aufgewerteten Kiezes passt. Ein Sammelsurium an sogenannten Kiezläufern, privaten Sicherheitsdiensten und Beamt_innen des Ordnungsamtes patroulliert durch die Neuköllner Straßen. Bei diesen Maßnahmen geht es nicht nur um die „schöne“ Einkaufswelt, sondern auch um die „falschen“ Menschen, die auf den Parkbänken sitzen, den aus Sicht der Senatsverwaltung zu hohen Anteil an Migrant_innen und Arbeitslosen, und die diffuse Angst davor, dass sich die an den Rand gedrängten
Menschen wehren könnten.

Mit kurzen Vorträgen werden wir einen kritischen Blick auf die Entwicklung in den Kiezen werfen und uns mit coolen technischen Gimmicks auch die „Überwacherperspektive“ anschauen.

Mehr Infos:
www.sau.net.ms
www.berlinueberwachung.net.tc

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Bürgerforum Rixdorf 29.April

Bürgerforum Rixdorf 29. April

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Kiez-Spaziergang 25. April

Kiezspaziergang 25.4.2010

Aufwertung und Verdrängung durch Schlüsselprojekte des QM.
Seit 1999 ist das QM Schillerpromenade am Start, um den Schillerkiez nach ihrem Leitbild mit ihren Projekten zu verändern.
Wir wollen einige der Orte aufsuchen an dem das QM gewirkt hat, um zu schauen, was sich verändert hat und mit dem Menschen, die wir dort antreffen, darüber zu reden ,was sie davon halten. Außerdem machen wir noch einen Abstecher zum stillgelegten Flughafen Tempelhof, um zu sehen, wie weit die Eröffnungsarbeiten sind und uns über die geplanten Baumaßnahmen am Flughafen ein Bild zumachen.
Wir laden danach zum Kaffeetrinken in der Lunte ein.

AG Stadteiluntersuchung

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Bericht Stadtteilversammlung

Am vergangenen Montag fand die mittlerweile 5. Stadtteilversammlung aus dem Schillerkiez statt. Unter dem Titel „Information, Präsenz und Widerstand“ ist auf dem Blog von Analyse, Kritik & Aktion ein zusammenfassender Bericht erschienen. Wir zitieren aus dem Anfang:

„Der Zuspruch für die fünfte selbst organisierte Stadtteilversammlung im Schillerkiez, die am Montagabend stattfand, war erneut groß. Mit 70 bis 80 Personen war die Kneipe Lange Nacht in der Weisestraße prall gefüllt. Der Abend verlief zum Teil recht emotional, was aber auch zeigt, daß im Schillerkiez nicht nur die autonome Szene engagiert ist.“

Der ganze Artikel zum Nachlesen: Information, Präsenz und Widerstand

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Stadtteilversammlung 12. April

Stadtteilversammlung 12. April 2010

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Schon wieder „Anschlag“

Beim Osterspaziergang gesehen:
QM-Büro an Ostern
Das Büro des Quartiersmanagements Schillerpromenade in der Schillerpromenade 10 hat eine neue Aufschrift bekommen.

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Schon wieder „Anschlag“

Beim Osterspaziergang gesehen:

QM-Büro an Ostern

Das Büro des Quartiersmanagements Schillerpromenade in der Schillerpromenade 10 hat eine neue Aufschrift bekommen.

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Das QM jammert

Die Chefin des Quartiersmanagements (QM) Schillerpromenade und der Leiter der Aussenstelle der Task Force Okerstrasse durften sich in der Bild-Zeitung vom 25. März ausheulen. Wir bringen hier ein Faksimile des Artikels. Dort wird von sage und schreibe 22 Angriffen auf das QM geredet. Wer diese Liste präsentieren kann , bekommt einen Kasten Bier.

QM und Task Force Okerstrasse jammern

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